Frisch eingeschifft, sind Karri und ich zurück von einem Kurztrip nach Stockholm.
Nicht minder verschneit und verfroren, erwartete uns die Stadt am Freitag mit ein paar unangenehmen Überraschungen. Unser Hinflug hatte über eine Stunde Verspätung, dann fuhr kein Zug vom Flughafen, die Busse waren dementsprechend heillos überfüllt, so dass wir uns hoffnungsvoll in der Taxischlange wieder fanden. Wir arrangierten uns glücklicherweise recht schnell mit zwei vor uns wartenden Profi-Fechtern aus England, die auf dem Weg zu einem Tunier in Nordschweden waren, ein gemeinsames Taxi zu nehmen. Überhaupt ein Taxi zu bekommen, war eine Aufgabe für sich. Lange kam überhaupt kein Auto vorbei. Und wenn doch, wollten die meisten nicht nach Stockholm fahren. Was für ein Taxisystem. Die hatten wohl nicht wirklich vor etwas Geld zu verdienen. Und die Schlange war lang. Zu unserer Überraschung übernahmen unsere beiden Mitfahrer die gesamten Taxikosten und setzen uns direkt vor die Eingangstür unseres Hotels ab. Meine persönlichen Helden des Abends.
Am nächsten Tag waren uns nur ein paar Stunden in Stockholm vergönnt bevor es mit der Fähre wieder Richtung Helsinki gehen sollte. Und obwohl wir, dank der fleißigen Sonne, schon vor um 8 Uhr aus dem Bett fielen, hatten wir nicht so viel Zeit wie gedacht. Nach einem wunderbar ausgiebigen Frühstück, schlenderten wir durch die gemütliche Altstadt mit ihren kleinen Gassen, Lädchen, Eckchen und Cafés. Leider konnten wir nirgends länger verweilen. Aber trotz Zeitdruck mussten schnell noch ein paar schwedische Bierchen zum Mitnehmen gekauft werden. Der Finne nutzt ja bekanntlich jede Gelegenheit außer Landes, um an Mitbringsel-Alkohol zu kommen. Auch wenn es nicht unbedingt billiger ist.
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