Flohmarkt am Rhein.
Immer wieder neue Domperspektiven.
So richtig wird mich Köln wohl nie los lassen. Nicht nur, weil dort zum Glück immer noch viele meiner liebsten Freunde wohnen, sondern weil die Stadt an sich ein großes Stück Wohlfühlheimat für mich ist. Nach über einem Jahr wieder dorthin zurück zu kehren, war mir deshalb ein riesiges Bedürfnis und längst überfällig. Auch sonst hatte ich eine Luftveränderung und gleichzeitig vertraute Umgebung dringend nötig, denn nach der Jahreswende fiel bei mir irgendwie schlagartig der Kraftgroschen. Mein Hier-Sein schien - rein persönlich betrachtet - so sinnlos wie noch nie zuvor, was zu einem großen Teil sicher mit meiner Arbeit zu tun hat, die es mir in keinster Weise ermöglicht voran zu kommen oder mich weiter zu entwickeln. Ganz im Gegenteil. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass es mich aufhält. Das hat im Grunde nichts mit dem Beruf an sich zu tun, als vielmehr die dortige dysfunktionale Personalführung sowie Teamarbeit bzw. -kommunikation und die fehlende Offenheit für neue Impulse und Perspektiven. Einerseits fühle ich mich dauergestresst, während ich auf der anderen Seite völlig unterfordert bin. Ich weiß, ich sollte eigentlich nur dankbar sein, dass ich in Finnalnd überhaupt arbeiten kann. Dennoch wünsche ich mir nach fast zwei Jahren im beruflichen Kompromiss sehnlichst Veränderung. Ich trete momentan einfach nur auf der Stelle, und die Aussichten auf Besserung oder eine neue Beschäftigungsmöglichkeit sind nicht besonders rosig. Um so schöner war es für kurze Zeit in bekannte Gefilde zu flüchten.
"Kushi-Tei" in Düsseldorf
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