Montag, 10. September 2012

Zurück oder Das ist die falsche Richtung

Zurück aus dem Urlaub bin ich längst. Der Sommer geht auch bereits in großen Schritten seinem Ende entgegen. Es ist definitiv Zeit einmal wieder Revue passieren zu lassen... Die Spanienreise im Juli war ganz wunderbar. Teilweise ziemlich heiß, aber die Sonne hat gut getan. Ich könnte sofort zurück. Wir sind viel mit dem Zug herumgereist und waren u.a. in Madrid, Sevilla, Cadiz, Valencia sowie Barcelona. Ganz besonders ist mir jedoch Malaga in Erinnerung geblieben und ein neuer Herzensort geworden.
Anfang August reisten wir dann für ein Wochenende nach Paris. Eigentlich hatten wir während dieser Zeit vor nach China zur Hochzeitsfeier von Yannick und Haozi zu fahren. Leider gab es dafür kein grünes Licht von meiner Chefin, denn ich hätte mehrere Tage unbezahlten Urlaub nehmen müssen. Das war wirklich sehr, sehr schade und unsere Gedanken (k)reisten oft ins Land der aufgehenden Sonne. Es wäre schon einmalig gewesen und hat mich ziemlich geärgert. Uns fiel also nichts Besseres ein, als eine Entschädigungsreise zu machen, um auf andere Gedanken zu kommen. Paris beruhigte mich dann irgendwie, machte mich leichter. Eine faszinierende Stadt. Es war fast noch hochsommerlich dort. Passend zum vorherigen Spanienwetter ein angenehmer Ausklang der Urlaubszeit.
Nun befinde ich mich, nach dem ganzen Reisefieber, immer noch im geistigen Anflug auf Finnland, und im Zuge dessen muss ich gerade viel darüber nachdenken, warum mir das Hiersein und das Hierher-Zurückkommen oft so schwer fällt. Vor allem in diesem Jahr.
Als ich im Juni in Deutschland war, hatte ich ehrlichgesagt ein anstrengendes halbes Jahr hinter mir, nicht nur auf beruflicher und persönlicher Ebene, sondern auch im Bezug auf meine Beziehung. An allen Ecken und Enden wackelte es mehr als heftig und ich stellte fest, dass ich hier - unter den momentanen Voraussetzungen - weder angekommen, noch bereit bin zu bleiben.
Durch den Schritt nach Finnland zu gehen, wollte ich in erster Linie die auf Dauer recht zehrende Fernbeziehungssituation entspannen und unserer Beziehung zur Abwechslung eine ganz normale, reale Plattform geben. Das ganze war eigentlich nur als Übergangslösung gedacht bis Karri sein Studium beendet hat und wir überlegen können, wie es für uns weiter und wo es für uns hingeht. Dieser Übergang besteht jetzt seit zwei Jahren ohne Veränderung und mich drängt das Bedürfnis etwas in Bewegung zu bringen. Es gibt keinen Ausblick, keinen Plan, nichts worauf ich hinarbeiten könnte. Alles ist unklar und offen, so dass sich dieses Befinden im Übergang langsam wie ein Stillstand anfühlt. Und das muss sich dringend ändern.

Taberna.

Mein geliebtes Fahrrad.

Schifffahrt entlang Malagas Küste.

Fangfrische Muscheln.

Valencia.


Belgisches Bierhaus in Paris.

Eiffelturm. 

Moules frites.

Hotelfrühstück im La Belle Juliette.

Am Louvre.

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