Nachdem die Fahrräder nun wieder flott gemacht sind und der Balkon herausgeputzt ist, verlaufen die Ostertage vielversprechend ruhig. Jeden Morgen ein spätes, ausgiebiges Frühstück. Und es gibt absolut nichts, was getan werden müsste. Deshalb kann ich getrost die Füße hochlegen und genießen. Was will man mehr.
Sonntag, 24. April 2011
Freitag, 22. April 2011
Die Vögel sind los
Was für eine Woche. Die Ostervorbereitungshektik im Kindergarten ließ ich doch etwas mehr an mich heran als ich eigentlich vorhatte, so dass ich vier Tage Auszeit tatsächlich gut gebrauchen kann. Entnervte Erwachsene bedeuten immer auch aufgedrehte Kinder, was alles nur chaotischer macht. Abgesehen davon gibt es jedoch super gute Neuigkeiten. Mit dem Beginn des nächsten Monats werde ich nicht mehr nur halbtags als Stundenkraft, sondern Vollzeit arbeiten. Und das ist nicht nur finanziell ganz wunderbar. Es ist ein schönes Gefühl sich in Zukunft nicht mehr nur als eine Art Aushilfe betrachten zu müssen. Und es lässt mich einen weiteren großen Schritt auf dem Weg des Ankommens machen. Für mein immer noch neues Leben in Finnland ist es jedenfalls ein festes Standbein, dass ich da bekommen habe.
Mein kleiner Garten entwickelt sich übrigens prächtig. Die Blumensamen sind aus der Erde gelockt. Paprika und Zitrone werden jeden Tag etwas größer. Avocado ist gekeimt. Basilikum lebt noch. Und selbst das sehr spät gesähte Ostergras hat es rechtzeitig zu den Festtagen geschafft und ist sogar schon frisch gestutzt. Das ist in Finnland große Ostertradition.
Außer meiner erstmals entfachten Fürsorge für Grünzeugs, ist Papiervogelbastelei gerade meine Lieblingsbeschäftigung zum Entspannen.
Außer meiner erstmals entfachten Fürsorge für Grünzeugs, ist Papiervogelbastelei gerade meine Lieblingsbeschäftigung zum Entspannen.
Sonntag, 17. April 2011
Kalakierros
In Helsinki gibt es ein Barkonglomerat, die sich "Kalaravintolat" (Fischbars) nennen und überall in der Stadt verstreut sind. Die haben zwar nicht viel mehr mit Fischen zu tun, als dass sie nach einigen ihrer Konsorten benannt sind, dafür jedoch mit urig-gemütlicher Atmosphäre und internationaler Bierauswahl daher kommen. Gestern fand die alljährliche "Kalakierros" (Fischtour) statt. Diesmal mit einem Ländermotto. Jede Bar repräsentierte ein europäisches Land und bot aus diesen typisches Bier und passende Snacks an. Wir starteten in unserer liebsten der Fischbars, "Hilpeä Hauki" (Lustiger Hecht), die das dänische Motto übernahm. Später verköstigten wir in zwei der anderen Kneipen deutsches sowie spanisches und italienisches Bier. Aber das Beste an der Tour ist eigentlich, dass eigens für diesen Anlass gecharterte Busse die Bargäste von einer zur nächsten Bar kutschieren, was durchaus sehr bequem ist.
Dienstag, 12. April 2011
Das Ende der Eiszeit
Seit Samstag liegen die Gummistiefel in der Ecke. Nach einer Woche gefühltem Dauerregen lässt sich die Sonne wieder öfter sehen und bringt die erste Frühjahrswärme mit sich. Und auch die letzten Schneehügel ziehen sich allmählich in ihre Geburtsschale zurück. Die Bäume sind zwar noch kahl, dafür wird kräftig gepflanzt und gegärtnert. Nicht nur auf meinem Küchentisch, auf dem sich jetzt tatsächlich ein kleines Zitronenpflänzchen hat blicken lassen. Heute konnte ich nicht wiederstehen und musste noch diverse Blumensamen besorgen, die schon ihren Platz zwischen Paprika, Zitrone und Basilikum bekommen haben. Gespannt darf ich noch auf die Avocadokerne sein, die wohl etwas Länger brauchen, um in die Gänge zu kommen.
Sonntag, 10. April 2011
Rubik
Was will man an einem Samstagabend mehr als eine Handvoll bärtige und verwuschelte Energiebündel, die auf einer Konzertbühne mit hunderten von Instrumenten herumhüpfen und ihr letztes Hemd geben, um dich zum Tanzen, Schütteln und Klatschen zu animieren. Ein Wunder, dass die Glaskugelleuchten bis zum Ende heil geblieben sind. Ein sehr netter Abend, den ich meiner Kollegin Rebecca zu verdanken habe, die mich überredet hat mitzukommen.
Montag, 4. April 2011
Mittwoch, 30. März 2011
Es war einmal im Wald
Wieder ein Tag im Wald mit meinen Zwergen. Und, ja, es liegt zur Freude der Kinder immer noch Schnee.
Samstag, 26. März 2011
Wochenendfieber
Die letzte Woche war im Großen und Ganzen eine für den Eimer, denn neben Arbeit, Essen und Schlafen ging bei mir nicht mehr viel. Seit fast zwei Wochen schleppe ich mich nun schon halbkrank bis krank, doch pflichtbewusst in den Kindergarten, da wir derzeit sowieso schon unterbesetzt sind, so dass ich am Freitag ziemlich kaputt zur Tür herein torkelte. Nun darf ich das Wochenende nutzen, um etwas Krankenpflege zu betreiben.
Dienstag, 22. März 2011
Tröpfchen für Tröpfchen
Ab und zu bekommt der Frühling jetzt doch schon lange Beine. Es krachte, ploppte und tropfte heute kräftig vom Dach. Bis aber alles grün wird und der ganze Restschnee weg ist, dauert es wohl noch bis Anfang Mai. Deshalb soll es auf dem Küchentisch mit einem kleinen Gärtnerversuch wenigstens ein bisschen Frühling werden. Kräuter, Zitronen-, Avocado- und Paprikakerne versuchen nun ihr Glück. Wobei sie es wahrlich nicht einfach haben, die Kleinen. Denn unsere Wohnungsfenster sind fast ausschließlich nach Nordosten gerichtet. Aber wir werden sehen.
Sonntag, 20. März 2011
Happy Birthday, Karri!
Frühstück mit Sachertorte.
Belgische Muscheln.
Mittwoch, 16. März 2011
Winterzwischenfrühling
Fürs Erste hat es sich ausgefrühstückt, denn ich vertrete seit einigen Wochen auf unbestimmte Zeit eine kranke Kollegin, und bin nun den ganzen Tag im Kindergarten. Zum einen ist das schön, da ich den kompletten Tagesablauf der Kinder mitbekomme und natürlich mehr verdiene. Andererseits merke ich, dass mir meine bisher sehr geschätzten freien Stunden doch fehlen. Viel schaffe ich gerade nicht nebenbei. Zumindest nicht, wenn der Abwasch sich türmt, der Kühlschrank leer ist oder andere Muss-Aktivitäten dieser Art anstehen.
Glücklicherweise kommt mir mittlerweile der Frühling etwas entgegen und lässt die Sonne länger scheinen. Da steht es sich leichter auf, und ich habe nicht schon am Spätnachmittag das Gefühl gleich ins Bett fallen zu wollen. Mehr hat das Frühlingswetter zwar noch nicht zu bieten, aber immerhin. Der Restschnee ist eigentlich nur noch eine schmutzige und spiegelglatte Eislandschaft. Und sofern es in die Plusgrade geht, darf man erneut durch Riesenpfützen und Matsche waten. Eine gute Gelegenheit, um die Gummistiefel auszupacken. Oder wie in meinem Fall, sich endlich welche anzuschaffen.
Ich verstehe auch langsam, warum in Finnland das Wetter ein so beliebtes Gesprächsthema ist. Man ist schlicht und einfach ständig damit konfrontiert, ob man es möchte oder nicht. Jeden Morgen stellt sich die wichtige Frage, was wohl die angemessenste Kleidung ist, aufs Neue. Und so regelmäßig wie hier studierte ich wohl noch nie das Außenthermometer.
Aber noch kurz zu den letzten Wochenendaktivitäten: Vor einer Woche besuchten wir das kleine, beschauliche Örtchen Hämeenlinna. Hier wurde der berühmteste finnische Komponist Jean Sibelius geboren. In sein Geburtshaus und heutiges Museum schafften wir es leider nicht. Dafür schauten wir uns die mittelalterliche Burg und das ehemalige Gefängnis an. Außerdem machten wir einen Bummel durch die Innenstadt. Die hat für Finnland recht ungewöhnlich viele historische Steinhäuser, was gleich eine ganz andere Atmospähre verleiht.
Glücklicherweise kommt mir mittlerweile der Frühling etwas entgegen und lässt die Sonne länger scheinen. Da steht es sich leichter auf, und ich habe nicht schon am Spätnachmittag das Gefühl gleich ins Bett fallen zu wollen. Mehr hat das Frühlingswetter zwar noch nicht zu bieten, aber immerhin. Der Restschnee ist eigentlich nur noch eine schmutzige und spiegelglatte Eislandschaft. Und sofern es in die Plusgrade geht, darf man erneut durch Riesenpfützen und Matsche waten. Eine gute Gelegenheit, um die Gummistiefel auszupacken. Oder wie in meinem Fall, sich endlich welche anzuschaffen.
Ich verstehe auch langsam, warum in Finnland das Wetter ein so beliebtes Gesprächsthema ist. Man ist schlicht und einfach ständig damit konfrontiert, ob man es möchte oder nicht. Jeden Morgen stellt sich die wichtige Frage, was wohl die angemessenste Kleidung ist, aufs Neue. Und so regelmäßig wie hier studierte ich wohl noch nie das Außenthermometer.
Aber noch kurz zu den letzten Wochenendaktivitäten: Vor einer Woche besuchten wir das kleine, beschauliche Örtchen Hämeenlinna. Hier wurde der berühmteste finnische Komponist Jean Sibelius geboren. In sein Geburtshaus und heutiges Museum schafften wir es leider nicht. Dafür schauten wir uns die mittelalterliche Burg und das ehemalige Gefängnis an. Außerdem machten wir einen Bummel durch die Innenstadt. Die hat für Finnland recht ungewöhnlich viele historische Steinhäuser, was gleich eine ganz andere Atmospähre verleiht.
Hämeenlinna-Burg.
Im Gefängnismuseum.
Eine Kirche in der Innenstadt.
Und natürlich wurde "Laskiainen" (Fastnacht) gefeiert. Die Finnen tun das wie (fast) immer ohne großes Brimborium, aber mit still gehisster Flagge und traditionellem Rodeln gehen oder "Napakelkka" fahren. Der Napakelkka ist ein Holzschlitten mit einem daran befestigten, langen Balken, der widerum fixiert ist, so dass man immer im Kreis gedreht werden kann. Zufällig entdeckten wir einen kleinen Bauernhof, auf dem für Kinder ein kleiner Schneehügel zum Rodeln und ein Napakelkka aufgebaut waren. Außerdem konnte man dort seine eigens mitgebrachten Würstchen grillen oder das typische Laskiais-Essen am Kiosk bestellen: "Hernekeitto" - zu deusch Erbsensuppe - und "Laskiaspulla", ein mit Sahne und Marmelade gefülltes süßes Brötchen. Ich muss an dieser Stelle vermerken, dass ich Erbsensuppe offiziell seit einer eher unschönen Kindergartenepisode während meiner eigenen Kindheit nicht mehr anrühre. Die finnische Version mit Schinken, Zwiebeln und Senf ist aber durchaus ohne Nasezuhalten zu genießen. Wir haben auf beides in der klirrenden Kälte auf dem Hof verzichtet und dann später zu Hause alles selbst gemacht.
Ein Napakelkka.
Finnische Erbsensuppe.
Laskiaspulla.
Abonnieren
Posts (Atom)
Flitterwochen
Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...
-
Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...
-
Es ist schwer einzuschätzen wie es auf anderen Hochzeiten so hinter den Kulissen zu sich geht. Bei uns war es auf jeden Fall ziemli...

