Mittwoch, 10. August 2016

Bangkok, Vietnam & Koh Samui


// Bangkok.
Haltet uns für verrückt, aber Bangkok hat es uns angetan: Dort zu sein, fühlt sich an, als würden wir nicht nur Urlaub machen, sondern es ist fast schon heimatlich. Und es ist noch längst nicht alles entdeckt. Die Stadt scheint immer noch etwas für uns bereit zu halten, und dass liegt nicht nur an unseren spontanen Flausen im Kopf, die unsere Pläne stets und ständig etwas durcheinanderbringen. 


 Das Peninsula Hotel.
 Durch die Straßen von Silom. 

Blumen- u. Lebensmittelmarkt.


Wat Pho.

Cocktails in der Bamboo Bar.

// Vietnam.
Mit dem Taxi fuhren wir im rasanten Tempo über die leere Schnellstraβe vom Flughafen Richtung Hanoi, erste Reisestation in Vietnam. An uns vorbei zogen weite Reisfelder, die selbst zu später Stunde noch von Strohhut tragenden Bauern eifrigst bepflanzt wurden. Hier und da stand in dem sumpfartigen Gebiet ein grasender Wasserbüffel. Genauso wie ich es vorher auf zahlreichen Bildern oder in Fernsehberichten gesehen hatte. Es war so klischeehaft, dass es mir fast surreal vorkam, und gleichzeitig überkam mich eine gewisse Ruhe. Einige Minuten später tauchten vor uns weitere Autos und erste Motorräder auf, und damit begann ein endloses Hupkonzert. Zunächst dachte ich, unser Taxifahrer wäre von der ungeduldigen Sorte und würde versuchen sich lediglich einen schnelleren Weg durch die immer dichter werdende Fahrzeugmenge zu bahnen. Ich rechnete jedoch nicht damit, dass alle anderen Fahrer genau das auch tun würden. Anscheinend waren Fahrtrichtungsanzeiger hier völlig unbedeutend, denn wer die Fahrspur wechseln wollte, machte sich statt zu blinken einfach lautstark hupend bemerkbar. Zu meiner Überraschung funktionierte diese Art von Kommunikation reibungslos, von mehreren knapp vereitelten Auffahrunfällen mal abgesehen, die allerdings wohl eher der Norm entsprachen. Kein Grund zur Aufregung also. Und tatsächlich regte sich hier niemand darüber auf. Nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt, und aus dem Fenster schauen wurde sowieso spannender je näher wir der Stadt kamen. Wen, was und wieviel man auf ein Motorrad setzen, stapeln und schnallen kann, ist für mich immer noch ein Rätsel, obwohl ich seit dieser Fahrt in die Innenstadt Hanois so einige mitunter verrückte Transportmöglichkeiten mit eigenen Augen sehen konnte. Mit dem Motorad mobil und unterwegs zu sein, ist in diesem Land wie ein Stück Lebenswelt auf Rädern, und deshalb für jeden unbedingt notwendig. Etwas später, als ich nicht mehr abgeschirmt durch die Taxifensterglasscheibe das ganze Ausmaβ dieser Mobilitätssucht erleben durfte, hatten extremste Abgasausstöβe und lärmendes Hupen noch eine ganz andere Wirkung auf mich. Für den Moment aber war es ein faszinierendes Schauspiel. Motoradmitfahrer tragen übrigens keinen Anschnallgurt, dafür aber Helme in allen Farben, Mund- sowie Hand- und Armschutzkleidung. Die Fracht ist in der Regel besser gesichtert als die Fahrer selbst, und ob die Helme was können eher fragwürdig.


 Bia Hoi Ecke.


 Das alltägliche Transportgeschäft.

 
Im Ho Chi Minh Museum.
 
Trấn Quốc Pagoda in Hanoi.

 Hue.

An der Küste entlang Richtung Süden. 

 Marmorberge bei Danang.

Hoi An.

 
Danang.

// Zurück in Thailand. Koh Samui. 

Mittwoch, 1. Juni 2016

Inselendtdeckung




Die Finnen üben sich immer öfter darin sich etwas offener zu zeigen. Bald schon treten mildere Alkoholbestimmungen in Kraft, und so kann man ab dem nächsten Jahr u.a. endlich auch Bier und Cidre mit bis zu 5,5 Prozent Alkohol im normalen Geschäft einkaufen. Alko (DAS Alkoholgeschäft in Finnland) öffnet sogar bis 21 Uhr seine Türen und die gute alte Happy Hour darf beworben werden. Hach, wer hätte das gedacht. Wir nähern mit uns hierzulande der Europäisierung mit Kleinstschritten. Aber immerhin. Die Regellockerung diesen Jahres, die mich mindestens genauso erfreut hat, ist die Öffnung von mehreren ehemaligen Militärinseln im Archipel vor Helsinki. Letzte Woche war es mir möglich während eines Mitarbeiterausfluges "Valllisaari" zu entdecken. Ganz wild und unberüht sieht es fernab der Wege aus. Von diesen abweichen oder gar Grillen ist dort selbstverständlich nicht erlaubt. Mit guter Gesellschaft, einem Weinglas (!) in der Hand und paradisisch schönem Blick aufs Meer war mir das allerdings herzlich egal. 





Dienstag, 3. Mai 2016

Hauskaa vapua!

Mit dem Vappufest in Helsinki verhält es sich so ähnlich wie mit dem Karneval in Köln. Man kommt daran nicht vorbei, es sei denn, man verlässt vorsätzlich die Stadt. Ich persönlich fände das sehr schade, denn beide Festlichkeiten sind ein nötiger Ausnahmezustand, ohne welchen die jeweilige Stadt nicht dieselbe wäre. An Vappu liegen Frühling, Leichtigkeit und Neuanfang in der Luft. Jedem geht irgendwie das Herz auf, und so lassen sich die Finnen einmal ganz von ihrer losgelösten Seite blicken. Das steckt an. 

Negroni á la Karri. 
Die Profi-Picknicker.
Entspannte Stimmung im Kaivopuisto.

Das feiernde Jungvolk.

Abends am Hafen.

In den Straßen unseres Viertels.


Winterrücks

Nun hat der Winter längst das Weite gesucht, und ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen etwas von meinen mitunter auch schönen Erlebnissen der letzten Monate festzuhalten. Ich will ganz ehrlich sein. Es ging nicht. Und nichts von dem, was ich vor hatte in Worte zu fassen, fühlte sich richtig an. Vielleicht lässt es sich rückblickend mit jahreszeitlich bedingtem Stimmungstief, persönlicher Sinnkrise oder Weltschmerz durchzogener Endzeitstimmung betiteln. Schwer zu sagen. Jedenfalls war mir lange nur danach zumute mich auf dem Sofa zusammenzurollen und stillschweigend dem womöglich nahenden Weltuntergang zuzusehen. Es lag ein dramatischer Zeitenwandel in der Luft, der mich in eine Art Schockzustand versetzte. Und egal, was mir widerfuhr, es wollte einfach nicht werden. Mittlerweile habe ich mich wieder einigermaßen gefangen. Und so sollen die angenehmen Seiten meiner Winterzeit nicht gänzlich ohne Bild und Kommentar bleiben.


Januar. Winterstarre.

Tieftemperaturen.
Der Himmel über Helsinki.


Februar. Winterurlaub.

Das Kolumba in Köln.

Tübingen mit Elena und Michel.

Skiurlaub im Hochschwarzwald.
Deftiges Abendessen.
Schauinslandbahn..

Ein Abstecher nach Freiburg.

Auf dem Strasbourger Münster.

Technik Museum Speyer.

Heisse Schoki schlürfen mit 
Fritz, Mareile und Stefan in 
Düsseldorf.


März. Ostern ohne Istanbul.


Blick auf die Stockholmer Altstadt.
Kochen bei Freunden in Hemmesta. 
Marcel Duchamp.


April. Wiederbelebungsmaßnahmen.

Vernebeltes Frühlingserwachen.


Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...