Das erste was ich von Singapur aus dem Flugzeug aus sehen konnte: Frachtschiffe. Jede Menge Frachtschiffe. Wenn man bedenkt, dass der Stadtstaat fast ausschließlich alles von Außerhalb importieren muss, nicht allzu verwunderlich. Für mich war es trotzdem irgendwie ein besonderer Anblick. Das nächste einprägende Erlebnis: Changi Airport. Sortiert, entspannt und fast schon wohnlich. Wir hielten uns allerdings nicht zu lange dort auf, sondern reihten uns recht schnell in die Taxiwarteschlange ein. Nach einer Nacht im Flugzeug haben eine erfrischende Dusche und saubere Kleidung definitiv Priorität.
Am ersten Abend zogen wir dann etwas ziellos durch die Stadt, um uns einfach berieseln zu lassen. Wir tingelten durch Chinatown und Clarke Quay. Und unterwegs machten wir immer mal wieder in verschiedenen Hawker Centern Halt, in denen man zu günstigen Preisen an kleinen aneinandergereihten Büdchen so ziemlich alles probieren kann, was Singapur an Esskultur zu bieten hat. Das geht von Malaysisch und Chinesisch bis hin zu Indischer Küche oder eben die Singapur-Variante diverser Originalrezepte. Essen hat generell einen hohen Stellenwert in Singapur. So gern wie man beispielweise in Finnland über das Wetter redet, wird dort über das gestrige Mittagessen disskutiert. Begleitet hat uns in den ersten Tagen übrigens Juho, ein Freund von uns aus Helsinki. Zufälligerweise war er zur gleichen Zeit im Zuge einer Arbeitsreise in der Stadt.
Singapur kam uns sehr unanstrengend entgegen. Auf Englisch über die Runden zu kommen, ist kein Problem. Es ist sauber, sicher und übersichtlich. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl von den eigenen Eindrücken überrannt zu werden, und gleichzeitig schien es nie langweilig zu werden. Eine gute Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem. Und nicht zuletzt sieht dieser kleine Stadtstaat einfach schön und beeindruckend aus. Ich stehe sonst eher nicht auf moderne Hochhäuseroptik. Doch in Singapur gehört es irgendwie ganz natürlich dazu. Hinzu kommt, dass es ganz unerwartet viele Grünoasen in der Stadt gibt. Und dann ist da noch das Meer direkt vor der Haustür.
Blick vom Hotelbalkon
Überreste der Neujahrsfeierlichkeiten in Chinatown
Leere Teller im Hawker Center
Erfrischend: Kokosnüsse schlürfen
Pass bloß auf!
Orchard Road
Austern und Martini Happy Hour in Tanuki Raw
Die günstige Lage Singapurs hat uns dazu verleitet, einen kurzen Abstecher auf die malaysische Insel Penang zu machen. Ein Kontrastprogramm wie erwartet: Georgetown, die Hauptstadt der Insel, ist schillernd, laut, dreckig und unpoliert. Die Menge an Autoabgasen, die wir beim Laufen durch die Stadt insgesamt eingeatmet haben, möchte ich lieber nicht in Zahlen vor mir sehen. Diverse Autostaus sind an der Tagesordnung in Georgetown und im Zentrum gibt es öfter als einem lieb ist keine Gehwege, so dass man meistens unmittelbar neben dem Verkehr entlang geht. Wir brauchten mehrere Tage, um damit zurecht zu kommen. Und dennoch hat Penang seinen ganz eigenen Charme.
Den stärksten Gegensatz zur Stadt stellte jedoch nicht Singapur dar, sondern unser Hotel vor Ort. Das Eastern & Oriental ist einfach unglaublich. Jeden Tag, wenn wir von unseren Ausflügen zurück durch das Eingangstor kamen, betraten wir sprichwörtlich eine andere Welt. Ganz im kolonialen Stil ist nämlich nicht nur die äußere Erscheinung des Hotels, sondern auch der Service sowie die gesamte Atmosphäre. Eigentlich passen nur die neuzeitlichen Gäste nicht ganz ins Bild. Unser Zimmer war ein Traum, mit einem Balkon zum Meer hinaus. Das Beste war allerdings die unprätentiöse Art und Weise des Hotels. Man kam sich nie falsch gekleidet vor oder als würde man nicht dort hin passen. Es war einfach perfekt.
Eine ganz andere Art von Rettungsinsel vor dem Trubel der Stadt war das Hawker Center Red Garden. Hier konnten wir uns jeden Abend einfach in die knallroten Plastikstühle fallen lassen, um den letzten Snack des Tages genießen zu können, während im Hintergrund malaysische Livemusik trällerte.
Unser Hotelzimmer
Auch mit Blick aufs Meer: der Pool
Getrockneter Fisch
Unschlagbar gut: Fischkopf-Curry
Eingang ins kleine Essparadies Red Garden
Eine kleine Überraschung: Belgisches Café Chez Nous
Mmhhh, Macarons!
Straßenkunst in Georgetown
Kleine Tempel vor der Haustür
Größter buddhistischer Tempel in Südostasien: Kek Lok Si
Teluk Bahang Schmetterlingsfarm
Endlich probiert: Durian
Festung von Georgetown
Lebuh Sungai - Altes chinesisches Viertel
Zurück in Singapur.
Nationalgericht: Hünchen und Reis
Marina Bay
Indisch an jeder Ecke: Roti Canai
Flohmarkt
Hawker Centre im Chinesischen Viertel:
Nudelsuppe mit fritiertem Hai
Chinesisches Heimatmuseum
Die letzte (österreichische) Bratwurst vor dem Äquator!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen