Alles
fing vor einigen Wochen mit einem schrecklichen Ohrwurm an, den ich
tagelang nicht los wurde. Nun denn, dachte ich, der alte Trick mit dem
Liedanhören, kostet ja nichts. Vorerst musste ich jedoch
herausfinden, wie die Interpretin hieß, da ich
den Song vor Jahren das
letzte Mal abspielte und mich kaum noch an den Namen erinnerte.
Gesucht, gefunden. Ein Hoch auf das Internet. Somit konnte mein Ohrwurm
einigermaßen beseitigt werden. Kurz darauf begann ich in neuere
Kreationen der Künstlerin hineinzuhören und stieß auf etwas absolut
Wunderbares. Als ich "Tomorrow never
knows" entdeckte (Ich lernte übrigens erst Wochen später, dass es sich
hierbei um ein Cover der Beatles handelte, und ich das Lied sogar kannte!) und mir mindestens zwanzig Mal in
Dauerschleife anhören
musste, fing es
mitten im schönsten Sonnenschein vor dem Fenster an zu
regnen. Der Himmel färbte sich unbeschreiblich schön, ein
riesiger Regenbogen zeichnete sich über den Häusern ab, und plötzlich
fiel alles von mir ab. Der ewige
Druck, meine unendliche Unsicherheit, alle negativen Gedanken. Das ganze
verdammte letzte Jahr. Und völlig losgelöst von meinem alltgäglichen
Sein, konnte ich seit Langem einmal wieder etwas Vertrauen in mich und
die Welt
schöpfen. Nur für einen Moment, doch dieser war wirklich da.
Shusheela Raman: Tomorrow never knows.
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