Sonntag, 13. April 2014

Die japanische Brille

Japan begleitet uns immer noch. Am letzten Wochenende veranstalteten wir für Karris Schwester Krista und ihren Freund Mikko einen japanischen Abend bei uns zu Hause. Und gestern besuchten wir das Nationalmuseum in Helsinki, wo wir im Zuge einer Samurai-Ausstellung einer japanischen Budo Performance, einer Teezeremonie und einem Koto-Konzert beiwohnten.

Unsere Küche verwandelt sich in
ein japanisches Izakaya Restaurant.

 Samurai-Helm.

 Teezeit.

 Kendo.

Origami auf der Museumstoilette.

Donnerstag, 3. April 2014

Hodari & Hummeri



Helsinki ist ein übersichtliches Städtchen. Nach einer Weile hat man das Gefühl, man kennt alles, was ja nicht unbedingt das Schlechteste ist. Für mich bedeutet es etwas mehr Heimeligkeit im Unbekannten, und das will schon was heißen. Daneben lobe ich mir trotzdem die steten kleinen, aber feinen Veränderungen, die in der Stadt so vor sich gehen. Man nehme zum Beispiel das neue Restaurant Hodari & Hummeri. Wer hätte gedacht, dass aus dem Konzept "Hot Dogs und Hummer" ein Erfolgsrezept aus dem Hut gezaubert werden könnte? Und was sich jetzt vielleicht verrückt anhört, ist in Wirklichkeit völlig banal, und das meine ich nur im allerbesten Sinne. Es gibt Hot Dogs und es gibt Hummer. Und wer möchte, kann auch einen Hot Dog mit Hummer bekommen oder einen Chorizo Hot Dog mit Oktopus oder einen Hot Dog mit Ochsenschwanzfleisch oder einen Hot Dog, den man noch nicht kennt und sich Hot Dog des Tages schimpft. Anfangs dachte ich noch, das diese Idee bestimmt wie die beste Geschmacksverirrung aller Zeiten schmeckt, aber dem ist nicht so. Die Dogs sind lecker. Sogar so lecker, dass ich mit Karri im letzten Monat viermal dort war, und wir somit die komplette Menüliste durchprobiert haben. Unser Endresultat: Es wird einfach nicht langweilig, ist DIE Alternative für den hier nicht existierenden guten Döner um die Ecke und - wer hätte es gedacht - am besten schmeckt der Hot Dog mit Hummer. Und während ich hier darüber schreibe, könnte ich glatt schon wieder dahin pilgern. Was ein Glück, dass ich nur 10 Gehminuten weit weg wohne...

Hummer-Hotdog, Hotdog des Tages 
und Pommes mit Parmesan

Sonntag, 23. März 2014

Frühling im Herzen

Endlich, endlich geht der Frühling in Finnland einmal ohne viel Schneeschmelze einher. Es liegt im Grunde so gut wie gar kein Schnee, da es den ganzen Februar hindurch unheimlich mild war. Jetzt schneit es ab und zu noch mal, aber davon bleibt nichts mehr lange liegen. Ha! Andererseits blüht zwar noch kaum was und es ist noch recht frisch draußen. Aber was solls. Die Sonne scheint (meistens) und der Himmel ist (meistens) blau, und mit Frühling im Herzen kann mich sowieso nichts aus der Ruhe bringen.

Auf dem Weg zum Kappatori,

Etwas Früling auf der Fensterbank.

Samstag, 1. März 2014

Singapur & Penang


Das erste was ich von Singapur aus dem Flugzeug aus sehen konnte: Frachtschiffe. Jede Menge Frachtschiffe. Wenn man bedenkt, dass der Stadtstaat fast ausschließlich alles von Außerhalb importieren muss, nicht allzu verwunderlich. Für mich war es trotzdem irgendwie ein besonderer Anblick. Das nächste einprägende Erlebnis: Changi Airport. Sortiert, entspannt und fast schon wohnlich. Wir hielten uns allerdings nicht zu lange dort auf, sondern reihten uns recht schnell in die Taxiwarteschlange ein. Nach einer Nacht im Flugzeug haben eine erfrischende Dusche und saubere Kleidung definitiv Priorität.
Am ersten Abend zogen wir dann etwas ziellos durch die Stadt, um uns einfach berieseln zu lassen. Wir tingelten durch Chinatown und Clarke Quay. Und unterwegs machten wir immer mal wieder in verschiedenen Hawker Centern Halt, in denen man zu günstigen Preisen an kleinen aneinandergereihten Büdchen so ziemlich alles probieren kann, was Singapur an Esskultur zu bieten hat. Das geht von Malaysisch und Chinesisch bis hin zu Indischer Küche oder eben die Singapur-Variante diverser Originalrezepte. Essen hat generell einen hohen Stellenwert in Singapur. So gern wie man beispielweise in Finnland über das Wetter redet, wird dort über das gestrige Mittagessen disskutiert. Begleitet hat uns in den ersten Tagen übrigens Juho, ein Freund von uns aus Helsinki. Zufälligerweise war er zur gleichen Zeit im Zuge einer Arbeitsreise in der Stadt.
Singapur kam uns sehr unanstrengend entgegen. Auf Englisch über die Runden zu kommen, ist kein Problem. Es ist sauber, sicher und übersichtlich. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl von den eigenen Eindrücken überrannt zu werden, und gleichzeitig schien es nie langweilig zu werden. Eine gute Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem. Und nicht zuletzt sieht dieser kleine Stadtstaat einfach schön und beeindruckend aus. Ich stehe sonst eher nicht auf moderne Hochhäuseroptik. Doch in Singapur gehört es irgendwie ganz natürlich dazu. Hinzu kommt, dass es ganz unerwartet viele Grünoasen in der Stadt gibt. Und dann ist da noch das Meer direkt vor der Haustür.

Blick vom Hotelbalkon
 Überreste der Neujahrsfeierlichkeiten in Chinatown
 Leere Teller im Hawker Center
Erfrischend: Kokosnüsse schlürfen
 Pass bloß auf!
Orchard Road
Austern und Martini Happy Hour in Tanuki Raw

Die günstige Lage Singapurs hat uns dazu verleitet, einen kurzen Abstecher auf die malaysische Insel Penang zu machen. Ein Kontrastprogramm wie erwartet: Georgetown, die Hauptstadt der Insel, ist schillernd, laut, dreckig und unpoliert. Die Menge an Autoabgasen, die wir beim Laufen durch die Stadt insgesamt eingeatmet haben, möchte ich lieber nicht in Zahlen vor mir sehen. Diverse Autostaus sind an der Tagesordnung in Georgetown und im Zentrum gibt es öfter als einem lieb ist keine Gehwege, so dass man meistens unmittelbar neben dem Verkehr entlang geht. Wir brauchten mehrere Tage, um damit zurecht zu kommen. Und dennoch hat Penang seinen ganz eigenen Charme. 
Den stärksten Gegensatz zur Stadt stellte jedoch nicht Singapur dar, sondern unser Hotel vor Ort. Das Eastern & Oriental ist einfach unglaublich. Jeden Tag, wenn wir von unseren Ausflügen zurück durch das Eingangstor kamen, betraten wir sprichwörtlich eine andere Welt. Ganz im kolonialen Stil ist nämlich nicht nur die äußere Erscheinung des Hotels, sondern auch der Service sowie die gesamte Atmosphäre. Eigentlich passen nur die neuzeitlichen Gäste nicht ganz ins Bild. Unser Zimmer war ein Traum, mit einem Balkon zum Meer hinaus. Das Beste war allerdings die unprätentiöse Art und Weise des Hotels. Man kam sich nie falsch gekleidet vor oder als würde man nicht dort hin passen. Es war einfach perfekt.
Eine ganz andere Art von Rettungsinsel vor dem Trubel der Stadt war das Hawker Center Red Garden. Hier konnten wir uns jeden Abend einfach in die knallroten Plastikstühle fallen lassen, um den letzten Snack des Tages genießen zu können, während im Hintergrund malaysische Livemusik trällerte. 

Unser Hotelzimmer
Auch mit Blick aufs Meer: der Pool

Getrockneter Fisch
 Unschlagbar gut: Fischkopf-Curry
Eingang ins kleine Essparadies Red Garden

 Eine kleine Überraschung: Belgisches Café Chez Nous
Mmhhh, Macarons!

Straßenkunst in Georgetown

Kleine Tempel vor der Haustür

Größter buddhistischer Tempel in Südostasien: Kek Lok Si

 Teluk Bahang Schmetterlingsfarm
 Endlich probiert: Durian

  Festung von Georgetown

 Lebuh Sungai - Altes chinesisches Viertel

Zurück in Singapur.

 Nationalgericht: Hünchen und Reis

Marina Bay

 Indisch an jeder Ecke: Roti Canai

Flohmarkt

 Hawker Centre im Chinesischen Viertel: 
Nudelsuppe mit fritiertem Hai

 Chinesisches Heimatmuseum

 Die letzte (österreichische) Bratwurst vor dem Äquator!

Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...