Sonntag, 18. September 2011

Dem Herbst entgegen

Das Herbstwetter kann sich momentan nicht so recht entscheiden. Mal regnet es tagelang, dann wieder wunderbarer Sonnenschein und vor allem ungewöhnlich warme Temperaturen für diese Jahreszeit. Da fällt es fast schon ein bisschen schwer sich vom Sommer zu verabschieden. 

Im Restaurant "Havanna", Helsinki.

Restefrühstück Mexican Style.

Design-Markt in Ruoholahti, Helsinki.

Saunaholz stapeln bei Karris Eltern.

Wochenendspaziergang durch ein nahe gelegenes 
Naturreservat in Vantaa. 

Freitag, 2. September 2011

Geschafft

Der August war einfach nur anstrengend. Von der ersten Woche mal ganz abgesehen, zog sich der Umzug noch ewig hin. Da wir unsere alte Wohnung so kurzfristig vor unserem Urlaub gekündigt hatten, mussten wir diese im August noch behalten. Der Vorteil dessen war, dass wir alles nach und nach machen konnten. Was gleichzeitig den Nachteil hatte, dass jedes Wochenende irgendetwas getan werden musste. Die Arbeit im Kindergarten fällt mir gerade auch nicht leicht. Um zwanzig ziemlich lebendige Kinder zu zweit im Zaum zu halten, sind stets mehr als Hundertprozent an Energie von Nöten. Und das merke ich am Ende der Woche ganz deutlich. Ich bin einfach nur platt. Zusätzlich bekam ich nach nur wenigen Tagen auf Arbeit gleich Mal eine dicke Schnupfen- und Kopfschmerzattacke, die zwei Wochen lang hartnäckig blieb, und immer noch nicht auskuriert ist. Das tägliche Zusammensein mit Kindern hat für mich den etwas nervigen Nebeneffekt, dass ich mich ständig bei irgendwem anstecke. Denn eines ist sicher: Irgendjemand ist definitiv immer krank. Da kann ich nur hoffen, das der September wenigstens etwas entspanntere Wochenenden für mich bereit hält.

Vor zwei Wochen fand in Helsinki übrigens ein italienischer Markt statt, der zwar nicht besonders ausladend war, aber recht leckere Sachen im Angebot hatte. Zum Beispiel probierte ich zum estern Mal Cannoli. Noch am selben Tag konnte man in Helsinki Restaurant-Pop-ups finden, d.h. ganz normale Leute konnten sich mit einem kleinen Büdchen oder Tischchen irgendwo in Helsinki niederlassen bzw. einfach das Wohnungsfenster im Erdgeschoss öffnen und drauf los verkaufen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das eine Art Kulturbeitrag zur kulinarischen Vielfalt sowie ein Protest gegen das Alkoholtrinkverbot im öffentlichen Raum sein. Es gab nämlich Bierchen und Wein zu haben. Verkauft wurde so lange der Vorrat reichte, weshalb wir von den meisten Ständen nur noch die Aufräumarbeiten mitbekamen. Wir waren anscheinend etwas zu spät dran. Aber ich fand die Idee super, und ich überlege ernsthaft im nächsten Jahr auch mitzumachen. Übrigens ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits ein Jahr in Finnland wohne. Ich darf also ein kleines Jubiliäum feiern. 

Cannoli.

Straßenmimen.

Essen aus dem Wohnzimmer.

Punavuori, Helsinki.
Sinebrychoff-Park


Mittwoch, 3. August 2011

Byebye Malmi

Nun sind wir von Helsinki in die angrenzende Nachbarstadt Vantaa gezogen, in der auch Karris Eltern zu Hause sind und nur fünf Minuten zu Fuss von uns entfernt wohnen. Außerdem haben wir eine Woche lang Besuch von Marianna und Gergö aus Budapest. Und ich muss wieder arbeiten. Ab jetzt bin ich nicht mehr bei den kleinen "Zwergen" tätig, sondern betreue die Gruppe der drei- bis fünfjährigen mit. Für meinen Geschmack alles ein bisschen viel auf einmal. Zumal ich nicht sagen kann, dass ich von meiner Reise sonderlich ausgeruht zurück gekommen bin. Aber es kann nur besser werden. Mit dem Spätsommer beginnt auch wieder die Flusskrebszeit, was wir unseren Gästen natürlich nicht vorenthalten konnten. 

Flusskrebse satt.
Vantaa BBQ.

Marianna und Gergö.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Ich bin so gerne auf Sylt

Die letzte Station meines Urlaubs verschlug mich nach Tinnum auf Sylt. Hier besuche ich Janine, Robert und Christin. Hauptaktivitäten sind derzeit, im Gegensatz zur restlichen Zeit meines Urlaubs, rein entspannter Natur. Lange im Bett rumlümmeln, Lesen, zusammen Kochen und Flens am Strand trinken. Wunderbar. Samstag geht es allerdings schon wieder zurück nach Helsinki. Und dann wird umgezogen. Wir mussten uns auf die Suche machen, da Karri wahrscheinlich bald kein Student mehr sein wird und damit unser Studentenwohnrecht erlischt. Kurz vor unserem Reiseantritt fanden wir eine nette Wohnung. Ich hoffe nur, dass ich genug Energie während des Urlaubs tanken konnte, denn Montag beginnt zusätzlich wieder meine Arbeit im Kindergarten und wir bekommen zeitgleich eine Woche lang Besuch von unseren ungarischen Freunden.

Strandfest in Westerland.

Freitag, 22. Juli 2011

Mecklenburg und Hamburg

Verregnet war es im Norden bei meinen Eltern. Aber wir ließen uns davon nicht allzu sehr stören. Wir mieteten uns ein Auto und unternahmen einige Tagesausflüge u.a. in die Hansestadt Wismar, das Ludwigsluster Schloss, Ratzeburg und das Grenzhus in Schlagsdorf. Und jeden Tag verpflegten uns meine Großeltern bestens mit Gegrilltem oder guter deutscher Hausmannskost. (Fast) Alles aus dem hauseigenen Garten, was mich an unbeschwerte Kindheit und Sommerferien erinnerte. Ein komisches Gefühl, denn alles schien vertraut und dennoch fremder als zuvor. Ich fühlte mich wieder einmal etwas weniger Zuhause und dafür etwas mehr zu Besuch. Was in Ordnung ist, denke ich.

Mittagszeit.


In Wismar.

Grenzhus Schlagsdorf.

Museumsferne Ostalgien.

Grillverschiebung.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Von Wien bis Berlin


 
Die feine Wiener Kaffee-Kultur.

 
Riesenradfahren im Prater.

Legendärer Grillabend.


Wien war vor allem eines: heiß. Um nicht zu sagen super heiß. Da half eigentlich nur noch Baden gehen und so wenig wie möglich bewegen. Unbedingt zu erwähnen ist aber noch der Grillabend bei einem Pilotenfreund von Karris Cousin Torsten. Ein einmaliger Abend und mit Abstand die besten Ribs aller Zeiten. Aber was kann schon schief gehen, wenn man eine fabelhafte Fleischerei des Vertrauens um die Ecke und einen waschechten texanischen Holzkohlegrill im Garten stehen hat. Zusätzlich konnte uns die schöne, mexikanische Gastgeberfrau mit Nachos und ihrer Vorliebe für Scotch beglücken. Und nicht zu vergessen deren zwei trinkfeste Hunde "Tequila" und "Sunrise", die ihren Namen alle Ehre machten, und besonders Lust auf Alkoholisches an den Tag legten. Es war nur gut, dass Torstens Freundin als unsere Fahrerin zu gegebener Zeit nach Hause wollte, denn der Abend hätte auch leicht auf dem Sofa mit den zwei Beagles im Arm enden können.
Ein paar Tage später ging es nach München, wo wir meinen Freund Markus besuchten. Und selbstverständlich um die ein oder andere Weißwurst und Brezn' nicht herumkamen. Außerdem besichtigten wir das Deutsche Museum und die Neue Pinakothek. Und mit finnischen Freunden von Karri, die zufällig auch gerade in der Stadt waren, machten wir dann abends die Biergärten unsicher. Da die Wettervorhersage in Richtung Köln eher trübe aussah, entschieden wir uns ein paar Tage später nach Nürnberg und Bamberg zu reisen. Sehr hübsche Städtchen. Bamberg gefiel mir sehr gut. Urgemütlich und freundlich. Von dort aus ging es für kurze Zeit in die Landeshauptstadt, wobei wir Berlin heute schon wieder verlassen, um zu meiner Familie nach Rehna zu fahren. Ich freue mich auf jeden Fall und hoffe, dass das Wetter allen Vorhersagen zum Trotz doch noch ein Schnippchen schlägt. Es soll nämlich nur regnen.


Augustiner Keller.


Bamberg.

Echte Nürnberger. 


Albrecht Dürer Haus.


Mittwoch, 6. Juli 2011

Budapest

Am letzten Samstag starteten wir unseren vierwöchigen Sommerurlaub in Budapest, um unsere Freunde Gergö und Marianna zu besuchen und die wunderbare Stadt einmal mehr zu entdecken. Gleich am ersten Abend wurden wir nach kurzem Stopp in der Innenstadt und einer kräftigen Goulash-Suppe ins Budapester Nachtleben mitgeschleppt. Am nächsten Tag fuhren wir deshalb mit eher gemischten Gefühlen im Bauch mit dem Auto nach Esztergom an der Denju (Donau), frühere Hauptstadt Ungarns und die Stadt, in der Marianna vor einigen Jahren studiert hat. Die im II.Weltkrieg zerstörte Brücke, die von dort aus direkt in die Slowakei führt, wurde erst im Jahr 2000 wieder aufgebaut und im darauf folgenden Jahr geöffnet. Sehenswert war besonders die wirklich große und eindrucksvolle Basilika der Stadt. Der Kuppel-Aufstieg wurde für uns fast schon zur konditionellen Herausforderung, lohnte sich aufgrund des herrlichen Ausblicks aber um so mehr. Später wurden wir zu Hause von unseren Freunden mit ungarischem "Letsho" bekocht. Unere verbleibende Zeit über kauften wir fleißig in den Markthallen Budapests ein, schauten uns den Memento-Park außerhalb der Stadt an und und machten eine Bootsfahrt auf der Donau. Da bekamen wir ungeahnt schöne Perspektiven auf die Stadt zu sehen und sogar ein Bierchen gratis dazu. Hach, ich mag Budapest. Und nun geht es in zwei Stunden mit Pálinka und Paprika im Gepäck mit dem Zug weiter nach Wien. Auch eine Stadt auf die ich mich immer wieder freue.

Goulash.


Billard, Unicum und in bester Gesellschaft.

Marktzeit.

Memento-Park.


Sonne genießen im Park.

Sonntag, 26. Juni 2011

Juhannus

"Juhannus" (Mittsommer) ist eigentlich das Fest, welches man in Finnland im Sommerhäuschen in Familie oder mit Freunden verbringt. Im Prinzip hat auch jeder ein so genanntes "Mökki". Und sollte dies nicht der Fall sein, findet sich mit Sicherheit irgendjemand mit Sommerhaus, der großzügig dorthin einlädt. Dort wird dann sauniert, gebadet und viel getrunken. Karri und ich machten es dieses Jahr etwas anders. Wir sind nach Helsinki, rauf aufs Touri-Boot und durch das Archipilago von Helsinki geschippert. Später aßen wir zum Mittag im alten Seemanns-Restaurant "Salve" und machten es uns auf der Terasse der südamerikanischen "Llamas-Bar" in Punavuori gemütlich. Durch Helsinki ziehen ist also am Mittsommerfest auch ganz nett. Die Stadt gehörte nämlich gefühlt uns. Und das Wetter machte uns auch keinen Strich durch die Rechnung, was an Juhannuns nicht so selbstverständlich ist. Möchte man dem Volksmund glauben schenken, kommt das wohl nur alle sechs Jahre vor. Da haben wir Glück und einen schönen Tag gehabt.

Die Inseln vor Helsinki. 

Salzgurken, Smetana und Honig im "Salve".

Maisbier im "Llamas".

Kunst auf die Augen...

...und Sonne satt auf die Geranienhaut.

Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...