Mittwoch, 29. Dezember 2010

Weihnachten in Familie


Der Weihnachtsbaum.

Am Donnerstag schleiften wir unsere Koffer dann durch den Schnee in Richtung Berlin-Hauptbahnhof und machten uns auf den Weg in meine alte Heimat. Auf die anstehende Zugfahrt im Regionalexpress mit zahllosen Haltestellen hatte ich nicht unbedingt die größte Lust. Zusätzlich konnte man bei den Wetterverhältnissen nie wissen, ob Schnee und Maschine sich nicht doch in die Haare kriegen und uns mit langer Warterei beglücken werden. Aber entgegen aller Befürchtungen mussten wir nur wenig Ärgerliches erleben. Na, ja, und wir waren mit Bierchen, Snacks, Reisespielen und viel Vorfreude auf die lieben Verwandten gerüstet, so dass die Reise zwar lang, aber nicht unerträglich wurde. Als wir am frühen Abend endlich im Bahnhof eintrudelten, wartete mein Papa schon auf uns, um uns auf ein Gläschen Wein vor dem Kamin abzuholen.
Ich durfte am nächsten Tag der selbst geschlagenen Blautanne aus dem Vorgarten ein weihnachtliches Antlitz verleihen, während Mutti in der Küche alle Hände voll zu tun hatte, und Papa versuchte die Auffahrt kontinuierlich vom Schnee zu befreien. Zum Weihnachtsente-Essen trudelten dann mein Bruder Christoph und seine Freundin Joana ein. Und nachdem die Geschenke ausgepackt waren, ging es zu den Großeltern, was in diesem Jahr einer kleinen Odyssee gleichkam. Die Landstraßen waren teilweise nur einspurig freigeschoben und zusätzlich wehte ein starker Wind den Schnee von den Feldern zurück auf die Straße. Ein Auto, das uns entgegenkam, blieb sogleich stecken bei dem Versuch an uns vorbei zu fahren. Es half nichts, wir mussten anschieben. Wir waren bloß froh über das allradbetriebene Auto meiner Eltern, mit dem wir uns relativ problemlos den restlichen Weg bahnen konnten. Unbeschadet angekommen, wurde natürlich gleich weiter geschlemmt. Neben dem Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat wurden wir mit Lachsrolle, herzhaft belegtem Baguette und geräuchertem Fisch verwöhnt. Der Abend verlief beschwingt mit viel Musik, Gelächter, alten und neuen Geschichten. Und für mich war es wirklich schön seit langem mal wieder in vertrauter Umgebung mit der Familie zusammen zu sitzen.
Die übrigen Weihnachtstage vergingen wie im Flug und am Sonntag ging es bereits zurück nach Helsinki.

Traditioneller Entenbraten.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster meiner Eltern.

Kartoffelsalat.

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