Vor einer Woche waren wir eines unserer Weihnachtsgutscheingeschenke einlösen. Ein sonntägliches Bruch-Buffet im Wiener Café "Krulla" in Helsinki. Unglaublich gut. Krönender Abschluss war natürlich der Dessert-Tisch.
Sonntag, 19. Februar 2012
Laskiaissunnuntai
Eingeschneites Zuhause.
Skikönig Karri.
Jetzt sind wir komplett eingeschneit, denn seit den Morgenstunden schneit und stürmt es ununterbrochen. Und regelmäßig können wir vom Balkon aus beobachten wie sich ein Auto nach dem anderen auf der Straße fest fährt. Ich bezweifle, dass ich morgen früh ohne Komplikationen zur Arbeit komme. Ursprünglich wollten wir den Nachmittag mit einem längeren Skitrip und einem Picknick im Schnee verbringen. Bei diesem Wetter aber beim besten Willen nicht möglich. Nichts desto trotz zog es uns doch kurz zum Skifahren nach draußen, um endlich meine neue und erste eigene Ski-Langlauf-Ausrüstung auszuprobieren. Die finnische Erbsensuppe sowie die süßen Brötchen gab es wie auch im letzten Jahr später daheim. Diesmal waren die Brötchen sogar selbst gemacht. Die gut gelungenen Runebergmuffins haben mich hoch motiviert.
Laskiaispullat
- 8 Stück -
2,5 dl Milch
25 g frische Hefe
1/4 Teelöffel Salz
1/2 dl Zucker
1 Ei
500 g Mehl
75 g Butter
Hagelzucker
Milch, Hefe, Salz, 1/2 Ei und Zucker vermixen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mehl nach und nach hinzufügen und Teig gut verkneten. Zum Schluss die Butter einarbeiten. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach erneut durchnketen, acht Brötchen daraus formen und diese 30 Minuten gehen lassen. Die Brötchen mit dem restlichen, verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 225 Grad im Elektro-Ofen 10 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen und aufschneiden. Mit Erdbeermarmelade und geschlagener Sahne füllen.
Samstag, 11. Februar 2012
Happy Runebergtag!
Am 5.Februar wird alljährlich der Runebergtag gefeiert. Wobei da eigentlich nicht wirklich die Sau rausgelassen, sondern nur ein paar kleine Törtchen verdrückt werden. Die gleichnamigen Runebergtorten. Dieser Feiertag ist einer von vielen Feier- bzw. Flaggentagen in Finnland, und ehrt den schwedischsprachigen Schriftsteller Johan Ludvig Runeberg, aus dessen Feder u.a. der Text der finnischen Nationalhymne stammt. Die Törtchen stammen aus dem Rezepterepertoire seiner Frau, und wurden vom wehrten Herrn Runeberg mit einem kleinen Punsch zum Frühstück verdrückt. Das klingt doch gut.
Ich habe mich in diesem Jahr daran gewagt die Minitorten selbst zu backen, allerdings in Muffinform. Und siehe da, es war kinderleicht und lecker.
Ich habe mich in diesem Jahr daran gewagt die Minitorten selbst zu backen, allerdings in Muffinform. Und siehe da, es war kinderleicht und lecker.
Runeberg-Muffins
- Für 6 Stück -
100 g Butter / Margarine
100 g Zucker
1 Ei
100 g Semmelmehl
50 g gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Backpulver
1 Tropfen Mandelaroma
Himbeermarmelade
1/2 Esslöffel Zitronensaft
200-300 g Puderzucker
Alle Zutaten nacheinander verrühren. Den Teig in kleine Muffinpapiertütchen füllen und für ca. 15-20 Minuten im Elektroherd bei 200 Grad backen. Abkühlen lassen und aus dem Papier herauslösen. Etwas Marmelade erhitzen und auf die Törtchen kreisförmig verstreichen. Aus Zitronensaft, Wasser und Puderzucker einen Zuckerguss herstellen und damit einen Kreis um die Marmelade herum zaubern. Fertig.
Karri und ich waren an diesem Sonntag zum ersten Mal in diesem Winter Schlittschuhlaufen. Karris Schwester Krista hat mir ihre alten Schlittschuhe vermacht, so dass ich mir nicht extra welche kaufen muss. Hier in Finnland werden dafür überall Freiluft-Fussballfelder vereist. Und diese gibt es eigentlich an jeder Schule zu finden. Ziemlich kalt war es an diesem Tag, so dass wir es nicht länger als eine halbe Stunde aushielten.
Karri und ich waren an diesem Sonntag zum ersten Mal in diesem Winter Schlittschuhlaufen. Karris Schwester Krista hat mir ihre alten Schlittschuhe vermacht, so dass ich mir nicht extra welche kaufen muss. Hier in Finnland werden dafür überall Freiluft-Fussballfelder vereist. Und diese gibt es eigentlich an jeder Schule zu finden. Ziemlich kalt war es an diesem Tag, so dass wir es nicht länger als eine halbe Stunde aushielten.
Dienstag, 24. Januar 2012
Ein Fetzen Sonne
Nach zwei Wochen unter dicken Schneewolken gab es heute Vormittag endlich ein paar Sonnenstrahlen. Die beste Gelegenheit, um mit den Kindern zum Rodeln in den Wald zu gehen.
Städtisches Waldstück in Kerava.
Freitag, 20. Januar 2012
P.S. Stockholm
Ein kurzer Besuch in Stockhholm.
Am Moderna Museet.
Hafenstimmung.
Östermalms Saluhall.
Nicht nur wir mussten uns warm anziehen.
Beim morgendlichen Kaffee.
Gamla stan.
Im unschlagbaren Restaurant "Pelikan".
Hinter den betrunkenen Kulissen.
Mitternachtssnack: Tunnbrödsrulle.
Feierstimmung
Der übrige Herbst verlief weiterhin mit viel Regen und blieb ungewöhnlich warm. Den ersten Schnee gab es tatsächlich erst kurz vor Weihnachten. Da die Temperaturen sich aber nicht für die Minusgrade, sondern nur sich selbst erwärmen konnten, taute alles gleich dahin.
Passend zum Dahinschmelzen fällt mir gleich ein höchst spannendes Erlebnis ein. Am 23.Dezember hatte ich frei und wollte in Ruhe den Lebensmitteleinkauf für die Feiertage tätigen. Mit dem Fahrrad fuhr ich freudestrahlend in den frostig-sonnigen Morgen hinein, und weihte sogleich meinen neuen Fahrradkorb ein (Dieser Reim ist jetzt aber unfreiwillig entstanden). Im Geschäft angekommen, musste ich feststellen, dass ich an der Frischetheke - der wichtigsten Station meines Einkaufsmarathons - die Nummer 491 gezogen hatte. Als ich auf die Anzeige schaute, stand dort die Nummer 406. Es waren also über 80 Leute vor mir dran. Na, gut, nun wollte ich mich nicht stressen und schlenderte mit äußerster Langsamkeit durch den Laden, um alles Restliche auf meiner Liste im Korb zu versenken. Und als ich nach fast einer Stunde endlich meine Nummer aufleuchten sah, musste ich mit erhobenen Händen in der dritten Reihe vor der Theke wild hin und her hüpfen, damit mich die nette, junge Dame, die nach mir Ausschauh hielt, auch bemerkte. Ich bin ja nicht so groß. In der Ladentür stehend, musste ich allerdings mit ansehen, wie sich der schöne morgendliche Frostüberzug in ein totales Gematsche mit Schneeregen verwandelte, durch den ich auch noch vollbepackt nach Hause radeln musste. Prima. Da kommt totale Weihnachtsstimmung auf.
Passend zum Dahinschmelzen fällt mir gleich ein höchst spannendes Erlebnis ein. Am 23.Dezember hatte ich frei und wollte in Ruhe den Lebensmitteleinkauf für die Feiertage tätigen. Mit dem Fahrrad fuhr ich freudestrahlend in den frostig-sonnigen Morgen hinein, und weihte sogleich meinen neuen Fahrradkorb ein (Dieser Reim ist jetzt aber unfreiwillig entstanden). Im Geschäft angekommen, musste ich feststellen, dass ich an der Frischetheke - der wichtigsten Station meines Einkaufsmarathons - die Nummer 491 gezogen hatte. Als ich auf die Anzeige schaute, stand dort die Nummer 406. Es waren also über 80 Leute vor mir dran. Na, gut, nun wollte ich mich nicht stressen und schlenderte mit äußerster Langsamkeit durch den Laden, um alles Restliche auf meiner Liste im Korb zu versenken. Und als ich nach fast einer Stunde endlich meine Nummer aufleuchten sah, musste ich mit erhobenen Händen in der dritten Reihe vor der Theke wild hin und her hüpfen, damit mich die nette, junge Dame, die nach mir Ausschauh hielt, auch bemerkte. Ich bin ja nicht so groß. In der Ladentür stehend, musste ich allerdings mit ansehen, wie sich der schöne morgendliche Frostüberzug in ein totales Gematsche mit Schneeregen verwandelte, durch den ich auch noch vollbepackt nach Hause radeln musste. Prima. Da kommt totale Weihnachtsstimmung auf.
Am Tag zuvor kam unser kostenloser Weihnachtsbaum per Lieferservice zu Hause an. Karri hat das von seiner Firma geschenkt bekommen. Was habe ich mich gefreut! Der erste eigene Weihnachtsbaum! Beim Auspacken entdeckten wir allerdings, dass sich jemand übel an ihm zu schaffen gemacht hatte, denn rundherum waren mehrere Äste abgeschnitten worden, so dass der Baum doch eher unförmig als schön wirkte. Aber was sagt die Mutti gleich immer: "Geschmückt, sieht jeder Baum schön aus." Und wo sie Recht hat, hat sie Recht.
Die Weihnachtstage verbrachten Karri und in Finnland, mit nichts weiter als Ausruhen und Essen beschäftigt. Ganz wie es sich gehört.
In den Zwischentagen und in der ersten Jahreswoche musste unser Kindergarten in einen neuen Anbau umziehen. Nicht gerade meine liebste Beschäftigng, schon gar nicht so kurz nach dem eigenen Umzug im Herbst. Aber es ging nun Mal nicht anders.
Der Silvestermorgen begann mit meinem katergeschädigten Freund und einem seiner Band-Kumpel auf dem Sofa. Während diese beiden also noch friedlich und lange schliefen, machte ich den Feiertagseinkauf. Diesmal ohne große Zwischenfälle. Ich konnte sogar frische "Munkki" (Berliner) auftreiben. Anschließend bereitete ich ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen vor. Damit kann man erstmal nichts falsch machen. Der Sofafreund machte sich am Nachmittag irgendwann auf den Heimweg. Und so saßen Karri und ich abends etwas unentschlossen vor dem Fernseher und überlegten, was wir mit dem Anlass nun "Großes" anfangen wollten. Essen und Sekt auf dem Tisch und für alle Schandtaten bereit. Später kam spontan meine gute Freundin und Kollegin Rebecca vorbei. Und zu dritt entdeckten wir den bisher unbekannten Tony Polster in einer fast schon Furcht einflößenden ZDF-Unterhaltsungs-Show. Der Arme wurde schamlos betrunken gemacht und danach für die unmöglichsten Gags ausgenutzt. Deutsches Privatfernsehen ist sich anscheindend für nichts zu schade. Kurz vor Mitternacht sind wir mit Raketen im Gepäck zu Karris Freund Jussi rüber, der uns mit seinen Gästen im Handtuch aus der Sauna kommend herein ließ. Die Finnen... sitzen zur Jahreswende in der Sauna, statt Raketen abfeuern zu gehen, sich in die Arme zu fallen oder mit Sekt anzstoßen. An dieser Stelle muss ich übrigens Mal erwähnen, dass Sekt ein bösartiges Getränk ist. Jawohl.
Der Schnee hat sich derzeit entschieden, uns doch noch zu beehren. Und ich wollte diesen Winter schon an den Nagel hängen. In diesem Sinne, auf ein Neues!
Die Weihnachtstage verbrachten Karri und in Finnland, mit nichts weiter als Ausruhen und Essen beschäftigt. Ganz wie es sich gehört.
In den Zwischentagen und in der ersten Jahreswoche musste unser Kindergarten in einen neuen Anbau umziehen. Nicht gerade meine liebste Beschäftigng, schon gar nicht so kurz nach dem eigenen Umzug im Herbst. Aber es ging nun Mal nicht anders.
Der Silvestermorgen begann mit meinem katergeschädigten Freund und einem seiner Band-Kumpel auf dem Sofa. Während diese beiden also noch friedlich und lange schliefen, machte ich den Feiertagseinkauf. Diesmal ohne große Zwischenfälle. Ich konnte sogar frische "Munkki" (Berliner) auftreiben. Anschließend bereitete ich ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen vor. Damit kann man erstmal nichts falsch machen. Der Sofafreund machte sich am Nachmittag irgendwann auf den Heimweg. Und so saßen Karri und ich abends etwas unentschlossen vor dem Fernseher und überlegten, was wir mit dem Anlass nun "Großes" anfangen wollten. Essen und Sekt auf dem Tisch und für alle Schandtaten bereit. Später kam spontan meine gute Freundin und Kollegin Rebecca vorbei. Und zu dritt entdeckten wir den bisher unbekannten Tony Polster in einer fast schon Furcht einflößenden ZDF-Unterhaltsungs-Show. Der Arme wurde schamlos betrunken gemacht und danach für die unmöglichsten Gags ausgenutzt. Deutsches Privatfernsehen ist sich anscheindend für nichts zu schade. Kurz vor Mitternacht sind wir mit Raketen im Gepäck zu Karris Freund Jussi rüber, der uns mit seinen Gästen im Handtuch aus der Sauna kommend herein ließ. Die Finnen... sitzen zur Jahreswende in der Sauna, statt Raketen abfeuern zu gehen, sich in die Arme zu fallen oder mit Sekt anzstoßen. An dieser Stelle muss ich übrigens Mal erwähnen, dass Sekt ein bösartiges Getränk ist. Jawohl.
Der Schnee hat sich derzeit entschieden, uns doch noch zu beehren. Und ich wollte diesen Winter schon an den Nagel hängen. In diesem Sinne, auf ein Neues!
Fertig gepackte Weihnachtspost.
Vanillehörnchen nach Omas Rezept.
Unser Weihnachtsbaum.
Weihnachtsfrühstück: Reisbrei mit Butterauge,
Zimt und Zucker sowie versteckter Mandel.
Sonntag, 23. Oktober 2011
Ein Prosit der Gemütlichkeit
Meinen Geburtstag feierte ich gebührlich im cubanischen Restaurant "Havanna" in Helsinki rein. Ein paar meiner Arbeitskollegen nebst Praktikanten waren da. Und auch einige von Karris Freunden, die ich bereits besser kenne, waren ebenfalls gekommen. Ein nicht ganz runder, aber interesssanter Abend, der dann am Ende irgendwie kein Ende fand. Zumindest bis alle Bars zu machten und wir wohl oder übel nach Hause mussten. Am eigentlichen Geburtstagstag fiel es mir deshalb ganz schön schwer für die geladenen Schwiegereltern in spe zum Kaffee einen Kuchen zu zaubern, geschweige denn überhaupt aus dem Bett zu kommen.
Am darauffolgenden Freitag fand bei uns Daheim ein kleines Oktoberfest statt. Mit ein paar guten und neuen Freunden von Karri und mir wurde erst einmal die Sauna unsicher gemacht. Wenn wir schon eine in der Wohnung haben, soll sie auch genutzt werden. Und Oktoberfest hin oder her, wir sind schließlich in Finnland. Danach wurde deutsche Oktoberfestküche aufgetischt: Brez'n, Obatzda, Sauerkraut und viel Wurst. Sehr lecker. Wobei mir nach einer Woche Resteessen die Lust auf Wurst irgendwie abhanden gekommen ist. Auf jeden Fall ein lustiges Fest. Und ich hatte endlich einmal weibliche Verstärkung durch Rebecca und ihre Freundin Donata, die gerade in Finnland zu Besuch bei ihr war. Sonst bin ich bei solchen Anlässen meistens doch allein unter Männern.
Am darauffolgenden Tag hatten Karri und ich eine kleine Mission. Wir sollten nämlich für eines seiner Arbeitsprojekte das HolidayInn Hotel in Helsinki am Hauptbahnhof testen und überlegen, was man verbessern könnte, um das Hotel familienfreundlicher zu gestalten. Nichts leichter als das. Das fühlte sich trotz der kleinen Aufgabe für kurze Zeit doch wie Urlaub an.
Am darauffolgenden Tag hatten Karri und ich eine kleine Mission. Wir sollten nämlich für eines seiner Arbeitsprojekte das HolidayInn Hotel in Helsinki am Hauptbahnhof testen und überlegen, was man verbessern könnte, um das Hotel familienfreundlicher zu gestalten. Nichts leichter als das. Das fühlte sich trotz der kleinen Aufgabe für kurze Zeit doch wie Urlaub an.
Und an diesem Wochenende konnte ich mich endlich einmal dem Nichtstun hingeben bzw. Dinge erledigen, die sich so mit der Zeit angestaut haben.
Herbstliches Munkkiniemi, Helsinki.
Meine Geburtstagstafeln.
Die Oktoberfestmeute: Rebecca, Karri, Juho,
Jussi und Donata.
Hoteltest in Helsinki.
Sonntag, 18. September 2011
Dem Herbst entgegen
Das Herbstwetter kann sich momentan nicht so recht entscheiden. Mal regnet es tagelang, dann wieder wunderbarer Sonnenschein und vor allem ungewöhnlich warme Temperaturen für diese Jahreszeit. Da fällt es fast schon ein bisschen schwer sich vom Sommer zu verabschieden.
Im Restaurant "Havanna", Helsinki.
Restefrühstück Mexican Style.
Design-Markt in Ruoholahti, Helsinki.
Saunaholz stapeln bei Karris Eltern.
Wochenendspaziergang durch ein nahe gelegenes
Naturreservat in Vantaa.
Freitag, 2. September 2011
Geschafft
Der August war einfach nur anstrengend. Von der ersten Woche mal ganz abgesehen, zog sich der Umzug noch ewig hin. Da wir unsere alte Wohnung so kurzfristig vor unserem Urlaub gekündigt hatten, mussten wir diese im August noch behalten. Der Vorteil dessen war, dass wir alles nach und nach machen konnten. Was gleichzeitig den Nachteil hatte, dass jedes Wochenende irgendetwas getan werden musste. Die Arbeit im Kindergarten fällt mir gerade auch nicht leicht. Um zwanzig ziemlich lebendige Kinder zu zweit im Zaum zu halten, sind stets mehr als Hundertprozent an Energie von Nöten. Und das merke ich am Ende der Woche ganz deutlich. Ich bin einfach nur platt. Zusätzlich bekam ich nach nur wenigen Tagen auf Arbeit gleich Mal eine dicke Schnupfen- und Kopfschmerzattacke, die zwei Wochen lang hartnäckig blieb, und immer noch nicht auskuriert ist. Das tägliche Zusammensein mit Kindern hat für mich den etwas nervigen Nebeneffekt, dass ich mich ständig bei irgendwem anstecke. Denn eines ist sicher: Irgendjemand ist definitiv immer krank. Da kann ich nur hoffen, das der September wenigstens etwas entspanntere Wochenenden für mich bereit hält.
Vor zwei Wochen fand in Helsinki übrigens ein italienischer Markt statt, der zwar nicht besonders ausladend war, aber recht leckere Sachen im Angebot hatte. Zum Beispiel probierte ich zum estern Mal Cannoli. Noch am selben Tag konnte man in Helsinki Restaurant-Pop-ups finden, d.h. ganz normale Leute konnten sich mit einem kleinen Büdchen oder Tischchen irgendwo in Helsinki niederlassen bzw. einfach das Wohnungsfenster im Erdgeschoss öffnen und drauf los verkaufen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das eine Art Kulturbeitrag zur kulinarischen Vielfalt sowie ein Protest gegen das Alkoholtrinkverbot im öffentlichen Raum sein. Es gab nämlich Bierchen und Wein zu haben. Verkauft wurde so lange der Vorrat reichte, weshalb wir von den meisten Ständen nur noch die Aufräumarbeiten mitbekamen. Wir waren anscheinend etwas zu spät dran. Aber ich fand die Idee super, und ich überlege ernsthaft im nächsten Jahr auch mitzumachen. Übrigens ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits ein Jahr in Finnland wohne. Ich darf also ein kleines Jubiliäum feiern.
Vor zwei Wochen fand in Helsinki übrigens ein italienischer Markt statt, der zwar nicht besonders ausladend war, aber recht leckere Sachen im Angebot hatte. Zum Beispiel probierte ich zum estern Mal Cannoli. Noch am selben Tag konnte man in Helsinki Restaurant-Pop-ups finden, d.h. ganz normale Leute konnten sich mit einem kleinen Büdchen oder Tischchen irgendwo in Helsinki niederlassen bzw. einfach das Wohnungsfenster im Erdgeschoss öffnen und drauf los verkaufen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das eine Art Kulturbeitrag zur kulinarischen Vielfalt sowie ein Protest gegen das Alkoholtrinkverbot im öffentlichen Raum sein. Es gab nämlich Bierchen und Wein zu haben. Verkauft wurde so lange der Vorrat reichte, weshalb wir von den meisten Ständen nur noch die Aufräumarbeiten mitbekamen. Wir waren anscheinend etwas zu spät dran. Aber ich fand die Idee super, und ich überlege ernsthaft im nächsten Jahr auch mitzumachen. Übrigens ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits ein Jahr in Finnland wohne. Ich darf also ein kleines Jubiliäum feiern.
Cannoli.
Straßenmimen.
Essen aus dem Wohnzimmer.
Punavuori, Helsinki.
Sinebrychoff-Park
Mittwoch, 3. August 2011
Byebye Malmi
Nun sind wir von Helsinki in die angrenzende Nachbarstadt Vantaa gezogen, in der auch Karris Eltern zu Hause sind und nur fünf Minuten zu Fuss von uns entfernt wohnen. Außerdem haben wir eine Woche lang Besuch von Marianna und Gergö aus Budapest. Und ich muss wieder arbeiten. Ab jetzt bin ich nicht mehr bei den kleinen "Zwergen" tätig, sondern betreue die Gruppe der drei- bis fünfjährigen mit. Für meinen Geschmack alles ein bisschen viel auf einmal. Zumal ich nicht sagen kann, dass ich von meiner Reise sonderlich ausgeruht zurück gekommen bin. Aber es kann nur besser werden. Mit dem Spätsommer beginnt auch wieder die Flusskrebszeit, was wir unseren Gästen natürlich nicht vorenthalten konnten.
Flusskrebse satt.
Vantaa BBQ.
Donnerstag, 28. Juli 2011
Ich bin so gerne auf Sylt
Die letzte Station meines Urlaubs verschlug mich nach Tinnum auf Sylt. Hier besuche ich Janine, Robert und Christin. Hauptaktivitäten sind derzeit, im Gegensatz zur restlichen Zeit meines Urlaubs, rein entspannter Natur. Lange im Bett rumlümmeln, Lesen, zusammen Kochen und Flens am Strand trinken. Wunderbar. Samstag geht es allerdings schon wieder zurück nach Helsinki. Und dann wird umgezogen. Wir mussten uns auf die Suche machen, da Karri wahrscheinlich bald kein Student mehr sein wird und damit unser Studentenwohnrecht erlischt. Kurz vor unserem Reiseantritt fanden wir eine nette Wohnung. Ich hoffe nur, dass ich genug Energie während des Urlaubs tanken konnte, denn Montag beginnt zusätzlich wieder meine Arbeit im Kindergarten und wir bekommen zeitgleich eine Woche lang Besuch von unseren ungarischen Freunden.
Strandfest in Westerland.
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Flitterwochen
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Es ist schwer einzuschätzen wie es auf anderen Hochzeiten so hinter den Kulissen zu sich geht. Bei uns war es auf jeden Fall ziemli...



