Montag, 29. November 2010

Der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der goldbraune Apfel.

 

Bratäpfel mit Rosinen-Mandelfüllung

Zutaten

2 Äpfel 
150 ml Amaretto
50 g Rosinen
50 g geschälte ganze Mandeln
1 TL Zimt
Butter  
Zucker

Zubereitung

1. Mandeln, Rosinen und Zimt mit 150 ml Amaretto mischen und ca. 2-3 Stunden einweichen lassen.

2. Die Äpfel halbieren, entkernen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Rosinen- Mandel-Mischung in die Äpfel füllen und etwas Butter oben drauf geben. Für ca. 30-40 Minuten (je nach Apfelgröße) in den auf 175° vorgeheizten Backofen stellen.

3. Noch warm etwas Zucker oben drauf geben und mit Vanillesoße genießen.

Samstag, 27. November 2010

Neue Leipziger Schule

Noch immer liegt viel Schnee und das Thermometer zeigte die Woche über meistens um die minus zehn Grad an, was ich ganz wunderbar finde. Zur Abwechslung ist schneereiches, frostiges Winterwetter im November  schön. Und ich liebe es durch den Schnee zu stapfen und Eiszapfen an der Nase zu kriegen! Alles eine Frage der richtigen Einstellung und der passenden Kleidung. 
Karri ist an diesem Wochenende mit einem Freund verreist, so dass ich mich alleine unterhalten muss, was mir allerdings nicht besonders schwer fällt. Ich bin da einfallsreich. Heute nutzte ich den Tag, um mir endlich die Kunstausstellung "Stille Revolution - Malerei und Fotografie aus Leipzig" im Kunstmuseum Kerava anzuschauen, die mich schon seit längerem interessierte. Das Museum selbst hat mir sehr gefallen. Viel falsch machen, kann man mit Kunst in einem ehemaligen Nokia-Gummi-Fabrikgebäude wohl auch kaum. Und außerdem waren so gut wie alle meine, wahrscheinlich nicht besonders realistischen, Ansprüche an ein Museum erfüllt. Erstens: Es gab bis auf die nette junge Frau an der Kasse, die gleichzeitig auch das Museums-Café bediente, kein Aufsichtspersonal und somit konnte ich auch mal ganz nah an die Bilder herantreten, ohne gleich von der Seite mit einem bösen Blick gerügt zu werden. Zweitens: Ich war so ziemlich die einzige Besucherin. Es gab also kein Gedrängel und ich konnte die Ausstellung ganz in Ruhe genießen. Für eine Stunde war alles Mein. Drittens: Fotos machen erlaubt. Das brauche ich irgenwie immer, denn meistens entdecke ich noch so viel mehr als die Bilder selbst. 
Die Kunstwerke hatten in ihrer Zusammenstellung etwas sehr Eigenes. Jedes Bild wirkte auf seine Weise dunkel, unheimlich, antik, klar und surreal. Eine Arbeit von Hans Aichinger hat mich sehr an ein Bild von Gerhard Richter erinnert. Sehr witzig war die einzige ausgestellte Video-Kunst-Installation "Metronom" von Tilo Baumgärtel. Für mich eine Mischung aus Sandmännchenwelt, David Lynch, Kaltem Krieg und Terry-Gilliam-Animation. Und alles vereint in einer Glasbox. Toll. 
 


Hans Aichinger.
"Metronom" von Tilo Baumgärtel.


Sonntag, 21. November 2010

Mein erster Besuch aus Deutschland

Zusammen mit meinen Freundinnen Janine und Christin, die mich für einige Tage besuchten, erkundeten wir am Samstag ein wenig die Innenstadt von Helsinki.
Später wurde bei uns zu Hause der erste Advent vorverlegt. Uns war einfach nach weihnachtlicher Gemütlichkeit, was wahrscheinlich am winterlichen Wetter und den ersten Weihnachtslichtern in den Fenstern der Stadt lag. Kurzerhand wurden also Kerzen gekauft, "Glögi" (das finnische Pendant zum Glühwein, das mit Mandeln und Rosinen getrunken wird) heiß gemacht und ein paar "Piparkakut" (finnische Pfefferkuchen) gebacken. Schön.

Interessanter Galerie-Einblick am Bulevardi.


Kalevala-Denkmal.

Mit dem Auto durchs verschneite Helsinki.

 
Die orthodoxe Usbenski-Kathedrale.

Finnische Vorweihnachtsleckereien.

Schneemannbauen

Donnerstag. Arbeitstag. Es schneite die ganze Nacht hindurch und am Tag unentwegt weiter, was für die meisten Erwachsenen nicht mehr all zu spektakulär ist. Die Kindergartenkinder waren jedenfalls total aus dem Häuschen, und hatten einen riesen Spaß beim Schnee schaufeln und Schneemannbauen.


Dienstag, 9. November 2010

Semifinal


Karris Band hatte am Wochenende einen Auftritt im Helsinki-Rockschuppen "Semifinal". Die Bilder, die ich vom Live-Auftritt gemacht hatte, sind leider nicht besonders ansehnlich geworden. Dafür gibt es ein paar Inerieurimpressionen.

Der erste Schnee vorm Balkon


Dienstag, 26. Oktober 2010

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber etwas glänzt es doch.

Die ersten beiden Tage meiner Einarbeitungswoche im Spielhaus Kerava sind schon vorbei und soweit gefällt es mir ganz gut. Vieles erscheint mir noch etwas chaotisch, was wahrscheinlich daran liegt, dass die meisten Dinge Neuland für mich sind. Aber das wird schon werden.

Nur die Bürokratie lässt wieder unangenehm von sich grüßen. Mit dem Job in der Tasche dachte ich, dass nun endlich meine temporäre Aufenthaltserlaubnis zu einer permanenten wird. Wird sie aber nicht. Dafür brauche ich einen Arbeitsvertrag für mindestens ein Jahr. Und bei mir sind es leider nur etwas über neun Monate. Es ist momentan allerdings nicht mehr ganz so wichtig. Durch die Arbeit im Kindergarten verdiene ich mein eigenes Geld und einen Sprachkurs mache ich jetzt hoffentlich mit Büchern aus der Bibliothek und Alltagserfahrungen wett. Es gibt darüber hinaus auch Abendkurse. Die Integration muss ich wohl selbst in die Hand nehmen.

Montag, 18. Oktober 2010

Klimpertasten statt Flimmerkasten

Wir amüsierten uns neulich ganz köstlich mit einem alten wieder gefundenen Keybord. Eigentlich brauchen wir keinen Fernseher.


Freitag, 15. Oktober 2010

Vier neue Wände

Seit zwei Wochen bewohnen wir nun endlich unsere Wohnung im Helsinkistadtteil Malmi. Nicht das glamuröseste Viertel aller Zeiten, aber in Ordnung. Im naheglegenen Einkaufszentrum gibt es sogar einen Lidl. Mehr zu Hause geht wirklich nicht. Was ich allerdings sehr vermisse sind die deutschen Bäckereien. Hier scheint es nicht so richtig welche zu geben. Und obwohl das Brot aus dem Supermarkt nicht schlecht schmeckt und sogar oft frisch gebacken ist, kann man das nicht vergleichen.

Unsere "Studentenbude" in Malmi.

Einkaufszentrum, Markt und Bahnhof vor der 
Haustür.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ich hab nen Job!

Ahh, ich mache innerlich gerade Luftsprünge durch die Wohnung, denn ich habe einen Job! Die Zusage ist vor wenigen Minuten in mein Postfach geflattert. Ab Ende Oktober werde ich also halbtags in einem deutschen Kindergarten in Kerava arbeiten und dort zusammen mit vier weiteren Mitarbeiterinnen eine Gruppe von ein- bis dreijährigen betreuen. Der Arbeitsvertrag geht erstmal nur bis Ende Juli nächsten Jahres. Aber immerhin.

Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...