Mittwoch, 3. August 2011

Byebye Malmi

Nun sind wir von Helsinki in die angrenzende Nachbarstadt Vantaa gezogen, in der auch Karris Eltern zu Hause sind und nur fünf Minuten zu Fuss von uns entfernt wohnen. Außerdem haben wir eine Woche lang Besuch von Marianna und Gergö aus Budapest. Und ich muss wieder arbeiten. Ab jetzt bin ich nicht mehr bei den kleinen "Zwergen" tätig, sondern betreue die Gruppe der drei- bis fünfjährigen mit. Für meinen Geschmack alles ein bisschen viel auf einmal. Zumal ich nicht sagen kann, dass ich von meiner Reise sonderlich ausgeruht zurück gekommen bin. Aber es kann nur besser werden. Mit dem Spätsommer beginnt auch wieder die Flusskrebszeit, was wir unseren Gästen natürlich nicht vorenthalten konnten. 

Flusskrebse satt.
Vantaa BBQ.

Marianna und Gergö.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Ich bin so gerne auf Sylt

Die letzte Station meines Urlaubs verschlug mich nach Tinnum auf Sylt. Hier besuche ich Janine, Robert und Christin. Hauptaktivitäten sind derzeit, im Gegensatz zur restlichen Zeit meines Urlaubs, rein entspannter Natur. Lange im Bett rumlümmeln, Lesen, zusammen Kochen und Flens am Strand trinken. Wunderbar. Samstag geht es allerdings schon wieder zurück nach Helsinki. Und dann wird umgezogen. Wir mussten uns auf die Suche machen, da Karri wahrscheinlich bald kein Student mehr sein wird und damit unser Studentenwohnrecht erlischt. Kurz vor unserem Reiseantritt fanden wir eine nette Wohnung. Ich hoffe nur, dass ich genug Energie während des Urlaubs tanken konnte, denn Montag beginnt zusätzlich wieder meine Arbeit im Kindergarten und wir bekommen zeitgleich eine Woche lang Besuch von unseren ungarischen Freunden.

Strandfest in Westerland.

Freitag, 22. Juli 2011

Mecklenburg und Hamburg

Verregnet war es im Norden bei meinen Eltern. Aber wir ließen uns davon nicht allzu sehr stören. Wir mieteten uns ein Auto und unternahmen einige Tagesausflüge u.a. in die Hansestadt Wismar, das Ludwigsluster Schloss, Ratzeburg und das Grenzhus in Schlagsdorf. Und jeden Tag verpflegten uns meine Großeltern bestens mit Gegrilltem oder guter deutscher Hausmannskost. (Fast) Alles aus dem hauseigenen Garten, was mich an unbeschwerte Kindheit und Sommerferien erinnerte. Ein komisches Gefühl, denn alles schien vertraut und dennoch fremder als zuvor. Ich fühlte mich wieder einmal etwas weniger Zuhause und dafür etwas mehr zu Besuch. Was in Ordnung ist, denke ich.

Mittagszeit.


In Wismar.

Grenzhus Schlagsdorf.

Museumsferne Ostalgien.

Grillverschiebung.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Von Wien bis Berlin


 
Die feine Wiener Kaffee-Kultur.

 
Riesenradfahren im Prater.

Legendärer Grillabend.


Wien war vor allem eines: heiß. Um nicht zu sagen super heiß. Da half eigentlich nur noch Baden gehen und so wenig wie möglich bewegen. Unbedingt zu erwähnen ist aber noch der Grillabend bei einem Pilotenfreund von Karris Cousin Torsten. Ein einmaliger Abend und mit Abstand die besten Ribs aller Zeiten. Aber was kann schon schief gehen, wenn man eine fabelhafte Fleischerei des Vertrauens um die Ecke und einen waschechten texanischen Holzkohlegrill im Garten stehen hat. Zusätzlich konnte uns die schöne, mexikanische Gastgeberfrau mit Nachos und ihrer Vorliebe für Scotch beglücken. Und nicht zu vergessen deren zwei trinkfeste Hunde "Tequila" und "Sunrise", die ihren Namen alle Ehre machten, und besonders Lust auf Alkoholisches an den Tag legten. Es war nur gut, dass Torstens Freundin als unsere Fahrerin zu gegebener Zeit nach Hause wollte, denn der Abend hätte auch leicht auf dem Sofa mit den zwei Beagles im Arm enden können.
Ein paar Tage später ging es nach München, wo wir meinen Freund Markus besuchten. Und selbstverständlich um die ein oder andere Weißwurst und Brezn' nicht herumkamen. Außerdem besichtigten wir das Deutsche Museum und die Neue Pinakothek. Und mit finnischen Freunden von Karri, die zufällig auch gerade in der Stadt waren, machten wir dann abends die Biergärten unsicher. Da die Wettervorhersage in Richtung Köln eher trübe aussah, entschieden wir uns ein paar Tage später nach Nürnberg und Bamberg zu reisen. Sehr hübsche Städtchen. Bamberg gefiel mir sehr gut. Urgemütlich und freundlich. Von dort aus ging es für kurze Zeit in die Landeshauptstadt, wobei wir Berlin heute schon wieder verlassen, um zu meiner Familie nach Rehna zu fahren. Ich freue mich auf jeden Fall und hoffe, dass das Wetter allen Vorhersagen zum Trotz doch noch ein Schnippchen schlägt. Es soll nämlich nur regnen.


Augustiner Keller.


Bamberg.

Echte Nürnberger. 


Albrecht Dürer Haus.


Mittwoch, 6. Juli 2011

Budapest

Am letzten Samstag starteten wir unseren vierwöchigen Sommerurlaub in Budapest, um unsere Freunde Gergö und Marianna zu besuchen und die wunderbare Stadt einmal mehr zu entdecken. Gleich am ersten Abend wurden wir nach kurzem Stopp in der Innenstadt und einer kräftigen Goulash-Suppe ins Budapester Nachtleben mitgeschleppt. Am nächsten Tag fuhren wir deshalb mit eher gemischten Gefühlen im Bauch mit dem Auto nach Esztergom an der Denju (Donau), frühere Hauptstadt Ungarns und die Stadt, in der Marianna vor einigen Jahren studiert hat. Die im II.Weltkrieg zerstörte Brücke, die von dort aus direkt in die Slowakei führt, wurde erst im Jahr 2000 wieder aufgebaut und im darauf folgenden Jahr geöffnet. Sehenswert war besonders die wirklich große und eindrucksvolle Basilika der Stadt. Der Kuppel-Aufstieg wurde für uns fast schon zur konditionellen Herausforderung, lohnte sich aufgrund des herrlichen Ausblicks aber um so mehr. Später wurden wir zu Hause von unseren Freunden mit ungarischem "Letsho" bekocht. Unere verbleibende Zeit über kauften wir fleißig in den Markthallen Budapests ein, schauten uns den Memento-Park außerhalb der Stadt an und und machten eine Bootsfahrt auf der Donau. Da bekamen wir ungeahnt schöne Perspektiven auf die Stadt zu sehen und sogar ein Bierchen gratis dazu. Hach, ich mag Budapest. Und nun geht es in zwei Stunden mit Pálinka und Paprika im Gepäck mit dem Zug weiter nach Wien. Auch eine Stadt auf die ich mich immer wieder freue.

Goulash.


Billard, Unicum und in bester Gesellschaft.

Marktzeit.

Memento-Park.


Sonne genießen im Park.

Sonntag, 26. Juni 2011

Juhannus

"Juhannus" (Mittsommer) ist eigentlich das Fest, welches man in Finnland im Sommerhäuschen in Familie oder mit Freunden verbringt. Im Prinzip hat auch jeder ein so genanntes "Mökki". Und sollte dies nicht der Fall sein, findet sich mit Sicherheit irgendjemand mit Sommerhaus, der großzügig dorthin einlädt. Dort wird dann sauniert, gebadet und viel getrunken. Karri und ich machten es dieses Jahr etwas anders. Wir sind nach Helsinki, rauf aufs Touri-Boot und durch das Archipilago von Helsinki geschippert. Später aßen wir zum Mittag im alten Seemanns-Restaurant "Salve" und machten es uns auf der Terasse der südamerikanischen "Llamas-Bar" in Punavuori gemütlich. Durch Helsinki ziehen ist also am Mittsommerfest auch ganz nett. Die Stadt gehörte nämlich gefühlt uns. Und das Wetter machte uns auch keinen Strich durch die Rechnung, was an Juhannuns nicht so selbstverständlich ist. Möchte man dem Volksmund glauben schenken, kommt das wohl nur alle sechs Jahre vor. Da haben wir Glück und einen schönen Tag gehabt.

Die Inseln vor Helsinki. 

Salzgurken, Smetana und Honig im "Salve".

Maisbier im "Llamas".

Kunst auf die Augen...

...und Sonne satt auf die Geranienhaut.

Montag, 13. Juni 2011

Hitzewelle

Finnland mal von ganz anderer Seite, und zwar hochsommerlich. Neulich war es sogar so heiß, dass es mir als recht zaghafter Eisgenießer sehr nach einem früchteüberladenen Joghurt-Eisbecher und gelüstete. Allerdings ist das hießige Eisangebot nicht das weitreichendste und die Bezeichnung Eisdiele hat in Finnland irgendwie keine Bedeutung. Recht minimalistische Eisstandboxen sind hier zu Lande der Standard. Eine Kugel kostet übrigens um die drei Euro, was mich erst etwas schockierte. Als ich dann eine Waffel mit mega großem Eisbatzen in der Hand hielt, wusste ich den Preis doch etwas mehr zu schätzen. Trotzdem hab ich die kleine Version lieber. Da kann ich die ganze Sache viel besser auf meinen momentanen Eis-Jieper abstimmen. Und ich kann mehr Geschmackssorten mixen bzw. ausprobieren.
Ziemlich witzig ist, dass die Finnen neben ihrem extremen Kaffekonsum auch Eis in Mengen verdrücken. Selbst im Winter sieht man Familien, Pärchen und einsame Streiter sehr häufig durch die Einkaufszentren mit Schleckeis in der Hand herumschlendern. Schnee und Glatteis vor der Haustür sind denen wohl noch nicht genug. Das versteh mal einer.

Eisdiele auf Finnisch.

Sonntag, 5. Juni 2011

Freunde daheim

Ein paar Tage gab es bei uns Besuch von Mareile und Stefan. Da durften finnisch Essen gehen in einem unserer Lieblingslokale "Seahorse" und eine Bartour durch Helsinki mit Karpalo-Lonkero-Verköstigung (Cranberry-Longdrink mit Gin) natürlich nicht fehlen. Auf bald, ihr zwei!

Mareile.

Im Restaurant Seahorse. 

Mittwoch, 18. Mai 2011

Weltmeister!

Wer hätte gedacht, dass es binnen kurzer Zeit gleich noch einen Anlass gibt, der die Finnen in Massen (!) nach Helsinki strömen lässt. Nur dieses Mal war ich auch gucken gehen, denn das durfte ich mir nicht entgehen lassen. Weltmeister im Eishockey zu werden, ist hier nämlich durchaus vergleichbar mit dem Fussballweltmeistertitel in Deutschland. Am Sonntag gewannen die Finnen das Endspiel mit einem phänomenalen 6:1 gegen Erzfeind Schweden, und dürfen sich seit 16 Jahren endlich wieder Eishockeyweltmeister nennen. Am Montagabend wurde das finnische Gewinnerteam dann auf dem Kauppatori am Hafen von Fans und Begeisterten gefeiert. Mitten in der Menschenmenge konnte ich zwar nicht viel sehen, was auf der dazu bereitgestellten Bühne passierte. Aber das war auch eigentlich völlig egal. So fröhlich-entusiastische, ausgelassene und vor allem viele Finnen sieht man eben selten. Vor allem nicht auf einem Fleck. Übrigens hat sich keiner um das offizielle Alkoholtrinkverbot auf den Straßen geschert. Das hatte fast schon etwas von einer kleinen  Revolte. 


Montag, 9. Mai 2011

Helsinki this weekend


Jetzt ist der Frühling wirklich spürbar angekommen. Es ist warm, die Blumen blühen an jeder Ecke, und die Bäume werden grün. Ein Spaziergang durch Helsinki war somit fast schon eine Notwendigkeit; mit einem kulinarischen Zwischenstop im deutschen Restaurant "Zinnkeller", denn außerdem ist Spargelzeit, die ausgekostet werden muss.

Schlendern durch Helsinki.

Spargelzeit im Zinnkeller.


Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...