Montag, 9. April 2012

Döner, Dom und ein Schluck Aufmunterung

Flohmarkt am Rhein.

Immer wieder neue Domperspektiven.

So richtig wird mich Köln wohl nie los lassen. Nicht nur, weil dort zum Glück immer noch viele meiner liebsten Freunde wohnen, sondern weil die Stadt an sich ein großes Stück Wohlfühlheimat für mich ist. Nach über einem Jahr wieder dorthin zurück zu kehren, war mir deshalb ein riesiges Bedürfnis und längst überfällig. Auch sonst hatte ich eine Luftveränderung und gleichzeitig vertraute Umgebung dringend nötig, denn nach der Jahreswende fiel bei mir irgendwie schlagartig der Kraftgroschen. Mein Hier-Sein schien - rein persönlich betrachtet - so sinnlos wie noch nie zuvor, was zu einem großen Teil sicher mit meiner Arbeit zu tun hat, die es mir in keinster Weise ermöglicht voran zu kommen oder mich weiter zu entwickeln. Ganz im Gegenteil. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass es mich aufhält. Das hat im Grunde nichts mit dem Beruf an sich zu tun, als vielmehr die dortige dysfunktionale Personalführung sowie Teamarbeit bzw. -kommunikation und die fehlende Offenheit für neue Impulse und Perspektiven. Einerseits fühle ich mich dauergestresst, während ich auf der anderen Seite völlig unterfordert bin. Ich weiß, ich sollte eigentlich nur dankbar sein, dass ich in Finnalnd überhaupt arbeiten kann. Dennoch wünsche ich mir nach fast zwei Jahren im beruflichen Kompromiss sehnlichst Veränderung. Ich trete momentan einfach nur auf der Stelle, und die Aussichten auf Besserung oder eine neue Beschäftigungsmöglichkeit sind nicht besonders rosig. Um so schöner war es für kurze Zeit in bekannte Gefilde zu flüchten.

"Kushi-Tei" in Düsseldorf

Samstag, 24. März 2012

Der letzte Rest vom Winterfest

Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu, und trotzdem kann man nicht unbedingt von einem wunderbaren Frühlingserwachen sprechen. Derzeit findet man am Straßenrand noch jede Menge Schneehügel, die - völlig verdreckt - eher unschön aussehen. Die können jetzt wirklich langsam weg! Na, wenigstens sind bereits die Straßen und Gehwege eis- bzw. matschfrei... Da ist es schön, sich an unser Picknick am Meer vor drei Wochen zu erinnern. Herrlich schön, und ich denke, ein angemessener Winterausklang.

Kaffeepicknick am vereist-verschneiten Eteläranta 
in Helsinki.

Freitag, 23. März 2012

Pursuit of Happiness

Die Winterzeit ist trotz aller Schönheit an manchen Tagen nicht ganz so einfach auszuhalten. Gut, dass es Ohrwürmer im Kopf gibt. 


Sonntag, 26. Februar 2012

Winterzeit, Blinizeit


Gestern feierten wir den Geburtstag von Karris Papa und selbstverständlich wurden wir wieder einmal wunderbar bekocht. Diesmal gab es Buchweizen-Blinis mit Smetana, Fischeiern und Zwiebeln. Wobei die Blinis mit enorm viel Butter zubereitet werden. Nach zweieinhalb dieser Dinger musste ich aufgeben. Mehr ging nicht hinein.

Sonntag, 19. Februar 2012

Köln, ich komme!

Es ist gebucht und fest geplant. Über die Osterfeiertage werden Karri und ich drei Tage in Köln und in Düsseldorf verweilen. Und was ich mich freue!

Nachschlag

Vor einer Woche waren wir eines unserer Weihnachtsgutscheingeschenke einlösen. Ein sonntägliches Bruch-Buffet im Wiener Café "Krulla" in Helsinki. Unglaublich gut. Krönender Abschluss war natürlich der Dessert-Tisch.


Laskiaissunnuntai

Eingeschneites Zuhause.
Skikönig Karri.

Jetzt sind wir komplett eingeschneit, denn seit den Morgenstunden schneit und stürmt es ununterbrochen. Und regelmäßig können wir vom Balkon aus beobachten wie sich ein Auto nach dem anderen auf der Straße fest fährt. Ich bezweifle, dass ich morgen früh ohne Komplikationen zur Arbeit komme. Ursprünglich wollten wir den Nachmittag mit einem längeren Skitrip und einem Picknick im Schnee verbringen. Bei diesem Wetter aber beim besten Willen nicht möglich. Nichts desto trotz zog es uns doch kurz zum Skifahren nach draußen, um endlich meine neue und erste eigene Ski-Langlauf-Ausrüstung auszuprobieren. Die finnische Erbsensuppe sowie die süßen Brötchen gab es wie auch im letzten Jahr später daheim. Diesmal waren die Brötchen sogar selbst gemacht. Die gut gelungenen Runebergmuffins haben mich hoch motiviert. 


Laskiaispullat

- 8 Stück -

2,5 dl Milch
25 g frische Hefe
1/4 Teelöffel Salz
1/2 dl Zucker
1 Ei
500 g Mehl
75 g Butter
Hagelzucker

Milch, Hefe, Salz, 1/2 Ei und Zucker vermixen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mehl nach und nach hinzufügen und Teig gut verkneten. Zum Schluss die Butter einarbeiten. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach erneut durchnketen, acht Brötchen daraus formen und diese 30 Minuten gehen lassen. Die Brötchen mit dem restlichen, verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 225 Grad im Elektro-Ofen 10 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen und aufschneiden. Mit Erdbeermarmelade und geschlagener Sahne füllen. 

Samstag, 11. Februar 2012

Happy Runebergtag!



Am 5.Februar wird alljährlich der Runebergtag gefeiert. Wobei da eigentlich nicht wirklich die Sau rausgelassen, sondern nur ein paar kleine Törtchen verdrückt werden. Die gleichnamigen Runebergtorten. Dieser Feiertag ist einer von vielen Feier- bzw. Flaggentagen in Finnland, und ehrt den schwedischsprachigen Schriftsteller Johan Ludvig Runeberg, aus dessen Feder u.a. der Text der finnischen Nationalhymne stammt. Die Törtchen stammen aus dem Rezepterepertoire seiner Frau, und wurden vom wehrten Herrn Runeberg mit einem kleinen Punsch zum Frühstück verdrückt. Das klingt doch gut.
Ich habe mich in diesem Jahr daran gewagt die Minitorten selbst zu backen, allerdings in Muffinform. Und siehe da, es war kinderleicht und lecker.

Runeberg-Muffins

- Für 6 Stück -

100 g Butter / Margarine
100 g Zucker
1 Ei
100 g Semmelmehl
50 g gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Backpulver
1 Tropfen Mandelaroma

Himbeermarmelade
1/2 Esslöffel Zitronensaft 
200-300 g Puderzucker

Alle Zutaten nacheinander verrühren. Den Teig in kleine Muffinpapiertütchen füllen und für ca. 15-20 Minuten im Elektroherd bei 200 Grad backen. Abkühlen lassen und aus dem Papier herauslösen. Etwas Marmelade erhitzen und auf die Törtchen kreisförmig verstreichen. Aus Zitronensaft, Wasser und Puderzucker einen Zuckerguss herstellen und damit einen Kreis um die Marmelade herum zaubern. Fertig.

Karri und ich waren an diesem Sonntag zum ersten Mal in diesem Winter Schlittschuhlaufen. Karris Schwester Krista hat mir ihre alten Schlittschuhe vermacht, so dass ich mir nicht extra welche kaufen muss. Hier in Finnland werden dafür überall Freiluft-Fussballfelder vereist. Und diese gibt es eigentlich an jeder Schule zu finden. Ziemlich kalt war es an diesem Tag, so dass wir es nicht länger als eine halbe Stunde aushielten.

Dienstag, 24. Januar 2012

Ein Fetzen Sonne

Nach zwei Wochen unter dicken Schneewolken gab es heute Vormittag endlich ein paar Sonnenstrahlen. Die beste Gelegenheit, um mit den Kindern zum Rodeln in den Wald zu gehen.

Städtisches Waldstück in Kerava.

Freitag, 20. Januar 2012

P.S. Stockholm

Ein kurzer Besuch in Stockhholm.

Am Moderna Museet.

Hafenstimmung.

Östermalms Saluhall.

Nicht nur wir mussten uns warm anziehen.

Beim morgendlichen Kaffee.

Gamla stan.

Im unschlagbaren Restaurant "Pelikan".

Hinter den betrunkenen Kulissen.

Mitternachtssnack: Tunnbrödsrulle.

Feierstimmung

Der übrige Herbst verlief weiterhin mit viel Regen und blieb ungewöhnlich warm. Den ersten Schnee gab es tatsächlich erst kurz vor Weihnachten. Da die Temperaturen sich aber nicht für die Minusgrade, sondern nur sich selbst erwärmen konnten, taute alles gleich dahin.

Passend zum Dahinschmelzen fällt mir gleich ein höchst spannendes Erlebnis ein. Am 23.Dezember hatte ich frei und wollte in Ruhe den Lebensmitteleinkauf für die Feiertage tätigen. Mit dem Fahrrad fuhr ich freudestrahlend in den frostig-sonnigen Morgen hinein, und weihte sogleich meinen neuen Fahrradkorb ein (Dieser Reim ist jetzt aber unfreiwillig entstanden). Im Geschäft angekommen, musste ich feststellen, dass ich an der Frischetheke - der wichtigsten Station meines Einkaufsmarathons - die Nummer 491 gezogen hatte. Als ich auf die Anzeige schaute, stand dort die Nummer 406. Es waren also über 80 Leute vor mir dran. Na, gut, nun wollte ich mich nicht stressen und schlenderte mit äußerster Langsamkeit durch den Laden, um alles Restliche auf meiner Liste im Korb zu versenken. Und als ich nach fast einer Stunde endlich meine Nummer aufleuchten sah, musste ich mit erhobenen Händen in der dritten Reihe vor der Theke wild hin und her hüpfen, damit mich die nette, junge Dame, die nach mir Ausschauh hielt, auch bemerkte. Ich bin ja nicht so groß. In der Ladentür stehend, musste ich allerdings mit ansehen, wie sich der schöne morgendliche Frostüberzug in ein totales Gematsche mit Schneeregen verwandelte, durch den ich auch noch vollbepackt nach Hause radeln musste. Prima. Da kommt totale Weihnachtsstimmung auf.
Am Tag zuvor kam unser kostenloser Weihnachtsbaum per Lieferservice zu Hause an. Karri hat das von seiner Firma geschenkt bekommen. Was habe ich mich gefreut! Der erste eigene Weihnachtsbaum! Beim Auspacken entdeckten wir allerdings, dass sich jemand übel an ihm zu schaffen gemacht hatte, denn rundherum waren mehrere Äste abgeschnitten worden, so dass der Baum doch eher unförmig als schön wirkte. Aber was sagt die Mutti gleich immer: "Geschmückt, sieht jeder Baum schön aus." Und wo sie Recht hat, hat sie Recht.
Die Weihnachtstage verbrachten Karri und in Finnland, mit nichts weiter als Ausruhen und Essen beschäftigt. Ganz wie es sich gehört.

In den Zwischentagen und in der ersten Jahreswoche musste unser Kindergarten in einen neuen Anbau umziehen. Nicht gerade meine liebste Beschäftigng, schon gar nicht so kurz nach dem eigenen Umzug im Herbst. Aber es ging nun Mal nicht anders.

Der Silvestermorgen begann mit meinem katergeschädigten Freund und einem seiner Band-Kumpel auf dem Sofa. Während diese beiden also noch friedlich und lange schliefen, machte ich den Feiertagseinkauf. Diesmal ohne große Zwischenfälle. Ich konnte sogar frische "Munkki" (Berliner) auftreiben. Anschließend bereitete ich ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen vor. Damit kann man erstmal nichts falsch machen. Der Sofafreund machte sich am Nachmittag irgendwann auf den Heimweg. Und so saßen Karri und ich abends etwas unentschlossen vor dem Fernseher und überlegten, was wir mit dem Anlass nun "Großes" anfangen wollten. Essen und Sekt auf dem Tisch und für alle Schandtaten bereit. Später kam spontan meine gute Freundin und Kollegin Rebecca vorbei. Und zu dritt entdeckten wir den bisher unbekannten Tony Polster in einer fast schon Furcht einflößenden ZDF-Unterhaltsungs-Show. Der Arme wurde schamlos betrunken gemacht und danach für die unmöglichsten Gags ausgenutzt. Deutsches Privatfernsehen ist sich anscheindend für nichts zu schade. Kurz vor Mitternacht sind wir mit Raketen  im Gepäck zu Karris Freund Jussi rüber, der uns mit seinen Gästen im Handtuch aus der Sauna kommend herein ließ. Die Finnen... sitzen zur Jahreswende in der Sauna, statt Raketen abfeuern zu gehen, sich in die Arme zu fallen oder mit Sekt anzstoßen. An dieser Stelle muss ich übrigens Mal erwähnen, dass Sekt ein bösartiges Getränk ist. Jawohl.

Der Schnee hat sich derzeit entschieden, uns doch noch zu beehren. Und ich wollte diesen Winter schon an den Nagel hängen. In diesem Sinne, auf ein Neues!

Fertig gepackte Weihnachtspost.
Vanillehörnchen nach Omas Rezept.
Unser Weihnachtsbaum.
Weihnachtsfrühstück: Reisbrei mit Butterauge, 
Zimt und Zucker sowie versteckter Mandel.
Der Weihnachtsschinken.

Flitterwochen

Erholen konnten wir uns wunderbar im Süden Deutschlands. Erst verweilten wir im beschaulichen Baden-Baden, und anschlie ß end verbracht...